Mindestens fünf Praxen könnten durch eine Erweiterung bis zum Frühjahr entstehen

Ärztehaus soll wachsen

Gerade erst fertiggestellt: Das Erdgeschoss im Homberger Ärztehaus ist bereits in Betrieb. Im 1. Stockwerk laufen noch die Umbauarbeiten. Jetzt soll über eine Erweiterung des Hauses entschieden werden. Foto: Yüce

Homberg. Die Arbeiten im Obergeschoss des neuen Homberger Ärztehaus sind noch nicht ganz abgeschlossen. Und die erste Praxis hat erst vor wenigen Wochen ihren Betrieb im Erdgeschoss aufgenommen.

Schon steht eine Erweiterung des Gebäudes auf der Tagesordnung der Homberger Stadtverordneten.

„Der Bedarf ist da“, sagt Erster Stadtrat Gerhard Fröde (SPD). Nach den Plänen von Architekt Jochen Gontermann soll das gleich an das Ärztehaus angrenzende ehemalige Gefängnis in einem zweiten Bauabschnitt umgebaut werden. „Gontermann ist ein Glücksfall für die Stadt“, zeigte sich Fröde voll des Lobes. Denn der Architekt sprühe geradezu vor guten Ideen.

„Ein Glücksfall für die Stadt.“

Der Umbau werde rund 1,15 Millionen Euro kosten. Damit würden sich die Gesamtkosten für das Ärztehaus auf 2,7 Millionen Euro belaufen. Zuschüsse seien bereits aus dem Stadtentwicklungsfonds Jessica geflossen. Außerdem sei Geld aus dem Stadtumbau West zu erwarten.

In dem neuen Ärztehaus sind derzeit die internistische Fachpraxis von Dr. Wolfgang Weber sowie Palliativmedizin untergebracht. Folgen wird mit Dr. Thilo Menzer ein Facharzt für für Innere Medizin und Nephrologie (Nierenheilkunde). Mindestens fünf Facharzt-Praxen könnten in dem Gebäude untergebracht werden. „Es laufen bereits Gespräche“, sagt Fröde. „Und das mit Fachärzten, die eine umfassende Versorgung in Homberg sicherstellen“, ergänzt Gontermann.

Impuls für die Altstadt

Eine Möglichkeit sei, dass die Ärzte an Krankenhäuser angebunden sind und in Homberg an einigen Tagen in der Woche arbeiten. Mehr könne man aber derzeit noch nicht sagen. Klar sei aber, dass die Dachgeschosswohnung in dem ehemaligen Gefängnis erhalten und der Mieter dort wohnen bleibe. „Außerdem müssten zusätzliche Parkplätze geschaffen werden. Und das möglichst in der Nähe“, sagt Fröde.

Für den Stadtkern seien das Ärztehaus und die Apotheke schon jetzt ein Impulsgeber. „Die Geschäfte profitieren davon, und das Wohnen in der Altstadt wird wieder attraktiver. Das ist aber noch im Werden“, sagt Fröde. „Wir haben gehofft, dass es genau so kommt“, fügt er an und meint damit auch die Erweiterung. Sie sei zugleich eine kleine Verabschiedung von den großen Marktplatz-Ost-Plänen. Eine kleinteiligere Lösung sei denkbar. Sollten die Homberger Stadtverordneten für die Erweiterung des Ärztehauses stimmen, ist der Baubeginn für November und die Eröffnung der ersten Praxis im Anbau im April 2013 vorgesehen.

• Termin: Öffentliche Sitzung der Homberger Stadtverordneten, Donnerstag, 1. November, 19 Uhr, Stadthalle Homberg. Weitere Themen: Einbringung des Haushaltsplanes 2013, Neuregelung der Verkehrs- und Parksituation in der Innenstadt, Aufstellung einer Änderung zum Flächennutzungsplan einer Sonderbaufläche Biogasanlage, Sachstandsbericht Konversion.

Quelle: HNA

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