Den Ärzten über die Schulter geschaut: Carolin Schaller sammelt Erfahrungen

Berufsziel niedergelassene Ärztin: Die Medizinstudentin Carolin Schaller aus Großropperhausen arbeitete in der Asklepios-Stadtklinik Bad Wildungen. Foto: privat

Großropperhausen/Bad Wildungen. Der Ärztemangel, besonders im ländlichen Raum, ist eine große Herausforderung. Betroffen sind nicht nur Praxen niedergelassener Ärzte sondern auch Kliniken.

Wir stellen die Medizinstudentin Carolin Schaller vor. Sie möchte niedergelassene Ärztin werden.

Carolin Schaller fühlt sich wohl in der Asklepios-Stadtklinik Bad Wildungen. Die 26-Jährige absolviert dort während eines praktischen Jahres (PJ) den letzten Abschnitt ihres Medizinstudiums vor dem zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung. „Ich möchte später einmal als niedergelassene Ärztin arbeiten“, sagt die Großropphäuserin, die nach dem Abitur noch nicht wusste, welche berufliche Laufbahn sie einschlagen sollte.

„Ich war mir damals einfach noch nicht sicher, aber letztendlich fiel die Wahl auf ein Medizinstudium in Marburg.“ Verschiedene Überlegungen halfen ihr bei dieser wegweisenden Entscheidung. „Ich wollte mit Menschen zusammenarbeiten. Überdies sind mir soziale Kontakte außerordentlich wichtig, die bei der Arbeit mit Patienten entstehen.“ Als späteren Tätigkeitsbereich habe sie sich bereits für die Allgemeine Medizin entschieden. Das Arbeitsfeld sei breit gefächert und superspannend. Die Chirurgie biete quasi die Steilvorlage für ihre berufliche Zukunft. „Als niedergelassene Ärztin arbeiten, das ist mein Ziel.“ Bestärkt wird Carolin Schaller von den Eindrücken und Erfahrungen, die sie in der Bad Wildunger Stadtklinik sammeln konnte. „Hier ist es einfach super, wenngleich ich ohne irgendwelche Erwartungen oder Vorstellungen angefangen habe.“ Im Team von Chirurgie-Chefarzt Dr. Heiko Lienhard habe sie sich vom ersten Tag an ausgesprochen wohl gefühlt.

Dies sei eine ideale Basis für die praktische medizinische Arbeit und die Versorgung kranker Menschen. „Wir PJ-ler dürfen schon recht viel, wir helfen mit und die Ärzte sowie die Krankenpflegerinnen- und Pfleger zeigen und erklären uns wichtige Dinge wie Blutabnehmen, Patienten aufnehmen, in der Ambulanz helfen, beim Operieren assistieren.“ Spannend seien die verschiedenen Eingriffe: „Den Ärzten dabei über die Schultern schauen zu können ist schon etwas Besonderes. Die Liste der Operationen ist bunt gemischt, wir bekommen dadurch viel zu sehen, die Ärzte erklären genau und geben wichtige Tipps.“

Die Studentin fühlt sich gut vorbereitet für ihre selbstständige medizinische Tätigkeit. Angesichts fehlender Humanmediziner in Deutschland hat sie beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Carolin Schaller wurde in Schwalmstadt geboren und wuchs in Großropperhausen auf. Nach ihrem Abitur entschied sich die heute 26-Jährige für ein Medizinstudium an der Philipps-Universität Marburg. Die Asklepios-Stadtklinik Bad Wildungen und die Schwalm-Eder-Kliniken zählen zu den akademischen Lehrkrankenhäusern der Universität.

Quelle: HNA

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