Derzeit aber noch keine Gefahr

Äste könnten brechen: Forstämter raten zur Vorsicht beim Waldspaziergang

Ruhig mal noch oben schauen: Wer dieser Tage in den Wäldern der Schwalm spazieren geht, sollte vorsichtig sein und Nebenstrecken meiden. Archivfoto: nh

Schwalm. Die verschneiten Winterwälder in der Schwalm sind derzeit besonders schön anzuschauen und laden zu ausgedehnten Schneespaziergängen ein. Doch Vorsicht: Waldspaziergänge könnten vor allem bei dem für Freitag angekündigten Wetterwechsel gefährlich werden.

„Derzeit gibt es zwar noch keine akute Gefahr, doch durch den Wetterumschwung könnte sich die Situation verschlechtern“, meint Ulrich Gerhold, stellvertretender Leiter des Forstamts Jesberg.

Durch den erwarteten Schnee und Regen nehme dann die Last auf den Baumkronen erheblich zu, Äste könnten abbrechen und im schlimmsten Fall sogar ganze Bäume umkippen. Besonders Kiefern seien wegen ihrer kleinen Baumkronen gefährdet.

„Wir beobachten die Situation genau“, erklärt Gerhold und fügt hinzu: „Bis jetzt mussten wir noch keine Waldwege wegen Schneebruchs sperren.“

Allerdings sind schon Waldwege rund um Gilserberg für Spaziergänger gesperrt. „Das hängt aber mit den Sturmschäden aus dem Sommer zusammen“, erzählt Gerhold, der trotzdem den Waldbesuchern zur Vorsicht rät.

Dies macht auch Norbert Altstädt, Leiter des Forstamtes Neukirchen. „Es gibt zwar aktuell keine konkrete Gefahr, aber Spaziergänger sollten auf bewaldeten Strecken öfters einmal einen Blick auf die Äste über sich werfen“, rät er. Zudem sollte man möglichst nicht die Hauptwege im Wald verlassen.

„Diese sind für die Forstwirtschaft geräumt worden“, weiß Altstädt. „Außerdem müssen auch Rettungswagen im Notfall in den Wald gelangen können.“ Dagegen seien zurzeit kleinere Wege durch die Schneemassen teilweise gar nicht begehbar. „Wir haben im Knüll die Forstarbeit fast eingestellt. Aber aus Gründen des Arbeitsschutzes, nicht wegen der Schneebruchgefahr“, sagt Norbert Altstädt.

Doch das kann sich schnell ändern. „Binnen einen halben Tages kann sich die Situation verschärfen. Dann ist auch von einem Spaziergang abzuraten“, meint er.

Quelle: HNA

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