Eine Gruppe Wehrener und der Ortsvorsteher Dieter Frese zeigen die schönen Besonderheiten des Dorflebens

Bei der Tour durch das Dorf Wehren gibt es viel zu entdecken

Wehren. Uralte Bäume , eine verschwundene Kirchenglocke und eine echte Ahle- Worscht-Waschmaschine: Das gibt es zu entdecken.

Unter der großen Eiche am Wehrener Dorfplatz haben sich ein Dutzend Wehrener und der Ortsvorsteher Dieter Frese versammelt, um durch das Dorf zu führen. Der alte Baum ist ein beliebter Treffpunkt in Wehren. Die Linde vor der Kirche in der Dorfmitte ist noch älter. Dort wurde früher Recht gesprochen.

In der Wehrener Kirche gibt es auch etwas zu entdecken. „Die Kirche ist besonders wegen der Glocke“, sagt Edeltraut Siegmann. „Die Glocke ist nur noch ein Abguss, denn die Originalglocke mit den schönen Ornamenten ist spurlos verschwunden und niemand weiß wohin“, sagt sie.

Vermutlich wurde die wertvolle Glocke beschädigt und dann eingeschmolzen. Wer der Glockendieb ist, weiß kein einziger Wehrener mehr.

Bei Erich Kaiser vom Kaiserhof gibt es die nordhessische Spezialität: Ahle Worscht. „Für die Worscht benutzen wir auch die wertvollsten Teile vom Schwein und nur Naturgewürze“, erklärt der Seniorchef des Betriebes Erich Kaiser stolz.

Er hat extra seine Worscht-Waschmaschine angeschaltet und zeigt, wie man die Wurst richtig wäscht. In der Waschmaschine werden die aufgehängten Würste automatisch mit Wasser und großen Bürsten abgeschrubbt. Dann werden sie zum Trocknen aufgehängt. Die Wurstreihen müssen Kaiser und seine Helfer selbst in die Maschine halten und das dauert. „Manchmal werden den ganzen Sonntag Würste gewaschen“, sagt Kaiser.

Die Einwohnerzahl hält sich in Wehren immer konstant um die 300“, erklärt Dieter Frese. „Jeder, der in der Umgebung ausgebildet wurde oder studiert hat, bleibt auch gerne hier“, sagt der Bürgermeister von Fritzlar Hartmut Spogat, der selbst Wehrener und ehemaliger Ortsvorsteher ist.

Schlechtes zu berichten gebe es kaum, weil sich um alles gekümmert wird, erzählen die Dorfbewohner.

Besonders schön am Dorfleben findet Inge Fenster, das der Zusammenhalt im Dorf gut ist. „Es ist sehr lebenswert hier“, sagt sie.

Von Pia Sauerwald

Quelle: HNA

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