Aids: Schüler unterschätzen das Risiko

Schalm-Eder. Die meisten Schüler haben sich Gedanken über HIV und Aids gemacht, das Thema für sich aber nicht als relevant betrachtet. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Online-Netzwerk SchülerVZ.

Bei der Befragung von 780 SchülerVZ-Nutzern gaben 77 Prozent an, über HIV und Aids nachgedacht zu haben. Zwei Drittel der Befragten meinen, dass die Pandemie sie selbst und ihr Umfeld nicht betrifft.

Allein in Deutschland leben heute 70 000 Menschen mit HIV/Aids und die Zahl steigt (Quelle: Robert Koch Institut). Trotzdem ist die Krankheit in der Öffentlichkeit weniger präsent. Zudem halten sich Vorurteile, obwohl sie überholt sind: Konnten Mitte der 1980er Jahre bestimmte Gruppen, die besonders betroffen sind, definiert werden, so ist dies nicht mehr möglich. Mangelnde Aufklärung trage dazu bei, dass die Gefahr einer HIV-Infektion nicht erkannt wird, sagt die Aids-Hilfe. Über 15 Prozent der Jugendlichen gaben an, nie in der Schule aufgeklärt worden zu sein, sieben Prozent stehen der Verwendung von Kondomen kritisch gegenüber. (nh/may)

Quelle: HNA

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