Zirkusprojekt: Schüler der Kleeblattschule präsentierten sich in der Manege

Akrobaten für eine Woche

Höchste Konzentration: Es ist nicht einfach, auf der Kugel das Gleichgewicht zu halten und gleichzeitig zwei Teller zu drehen. Das war schon einen Applaus wert. Mut war auch beim Wirbeln am Vertikalseil gefragt. Fotos: Mühling

Niedergrenzebach. Unter dem Motto „Schule einmal anders“ fand die Projektwoche der Kleeblattschule ihren Höhepunkt am Samstagnachmittag in zwei Zirkusvorstellungen auf dem Festplatz in Niedergrenzebach.

Bei einem Zirkusprojekt hatten die Grundschulkinder mit den anderen Kleeblattschülern aus Obergrenzebach, Leimsfeld und Seigertshausen in der vergangenen Woche mit Hilfe des Zirkus Piccolo ein beeindruckendes einstündiges Zirkusprogramm auf die Beine gestellt. Doch bevor es soweit war, stand jeden Vormittag hartes Training auf dem Programm. Während eine Gruppe der rund 130 Grundschüler Tiermasken, Perlenschmuck, Kerzen, Bilderrahmen und Jonglierbälle bastelte, die während der Veranstaltung zum Verkauf angeboten wurden, übte die andere Gruppe am Schwebebalken, Trapez oder Vertikalseil und versuchte sich in Jonglage, Tellerdrehen, Trampolinspringen oder Späße machen.

Dabei stieß so mancher auch an seine Grenzen. „Vor allem haben die Kinder gelernt, gemeinsam Vertrauen zu entwickeln und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen,“ berichtet Barbara Scharf vom Förderverein Kleeblattschule. „Für unsere Schüler aus den vier Standorten war es besonders toll, mal etwas gemeinsam zu machen.“

Am Samstag zeigten die Schüler dann, was in ihnen steckt. 600 Zuschauer ließen sich während der zwei Vorstellungen in die Welt der Artisten und Akrobaten entführen und staunten nicht schlecht, was ihnen von den kleinen Künstlern geboten wurde.

Unterstützt von der Artistenfamilie des Zirkus Piccolo, wagte sich so mancher Schüler hoch auf das Trapez, ließ sich am Vertikalseil wild durch die Luft wirbeln oder balancierte auf einer Kugel und drehte dabei noch einen Teller, was natürlich mit donnerndem Applaus belohnt wurde.

„Wir waren ganz aufgeregt und hatten Angst, dass es nicht klappt,“ berichtet Selina Klös aus Obergrenzebach nach dem Auftritt. Sie und ihre Freundinnen waren bei der Trapez- und Drahtseilnummer dabei. Sie fanden es prima, wenn die Leute applaudierten. Doch später mal zum Zirkus möchte keine von ihnen. „Immer dieses von Ort zu Ort ziehen, finde ich nicht so toll,“ meinte Laura Wagner. Sie möchte lieber in Obergrenzebach bleiben.

Von Isa Mühling

Quelle: HNA

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