Blockupy: Beamte aus Kreis bei Großdemo in Frankfurt

Schwalm-Eder. Ihre Freischichten werden Polizisten aus dem Schwalm-Eder übers Himmelfahrtswochende in Frankfurt verbringen. Der Grund: Auch Beamte aus dem Kreis beteiligen sich an dem in den nächsten Tagen anstehenden Großeinsatz wegen der kapitalismuskritischen Protestaktion Blockupy in Frankfurt.

Das bestätigte Wolfgang Jungnitsch, Sprecher des Polizeipräsidums Nordhessen.

Klaus Vestweber

Der Dienstbetrieb der Polizeistationen im Landkreis werde davon nicht beeintächtigt, erklärt der Polizeisprecher. Denn investiert werden in den Einsatz, an dem sich auch Polizisten aus benachbarten Bundesländern beteiligen, Überstunden. Das sei bei derart außergewöhnlichen Einsätzen der Fall, erklärte Jungnitsch. Die normale Aufgabenorganisation in den Diensststellen werde davon nicht beeinträchtigt.

Mit der Alarmhundertschaft, für die überwiegend Beamte aus Freischichten rekrutiert werden, müssen aus Sicht des Personalratsvorsitzenden der nordhessischen Polizei, Klaus Vestweber, solche Sondereinsätze aus „dem eigenen Saft geschwitzt werden“. Angesichtes des niedrigen Personalstandes fülle sich die Überstundenuhr der Polizeibamten mit Sondereinsätzen wie dem in Frankfurt gigantisch nach oben.

Den Polizisten könnten am Wochenende bis zu 40.000 zum Teil gewaltbereite Demonstranten gegenüberstehen. Insbesondere mit Blick auf den sehr hohen Altersdurchschnitt in Flächendiensstellen wie denen im Schwalm-EderKreis geraten die Polizeibeamten bei derartigen Großeinsätzen bis an Grenze ihre Schmerzfähigkeit, erklärte Vestweber. Aktuell liegt beispielsweise der Alterdurchschnitt der Beamten der Polizeistation in Schwalmstadt bei 49 Jahren.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare