Fahrverbot: Im Alkoholrausch ins Klinik-Vordach

Schwalmstadt. Eine Geldstrafe von 400 Euro und ein einjähriges Fahrverbot für Deutschland, so lautete am Donnerstag am Amtsgericht Schwalmstadt das Urteil gegen den litauischen Kraftfahrer, der am Wochenende einen Sattelzug an der Hephata-Klinik festgefahren hatte.

Zum Zeitpunkt des Unfalls stand der Kraftfahrer unter erheblichem Alkoholeinfluss. Ein Blutalkoholtest ergab 2,62 Promille. In einem beschleunigten Verfahren verurteilte das Gericht den 43-Jährigen wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs. Der Haftbefehl gegen ihn wurde aufgehoben.

Zu vorgerückter Abendstunde war der Litauer am Samstag mit einem mit acht Personenfahrzeugen beladenen Autotransporter in die Schimmelpfengstraße abgebogen. Der Kraftfahrer folgte dem Straßenverlauf bis zum Eingangsbereich der Hephata-Klinik, wo er den Transporter am Klinikvordach zum Stehen brachte. Ein Rangiermanöver scheiterte. An den geladenen Fahrzeugen entstand ein Schaden von schätzungsweise 40.000 Euro. Der Schaden an Vordach und Eingangsbereich der Klinik wird auf über 5000 Euro geschätzt.

Mit Hilfe einer Dolmetscherin brachte der 43-jährige Angeklagte sein Bedauern über den Vorfall zum Ausdruck. Es täte ihm leid, dass ein so großer Schaden entstanden sei, dass er seiner Familie geschadet und nun wohl keinen Job mehr habe. Er verdiente umgerechnet weniger als 350 Euro.

Über die genauen Umstände des Unfalls und das eigentliche Ziel des Kraftfahrers herrschte weiter Unklarheit. Ein als Zeuge geladener Polizeibeamter sagte aus, das Fahrerhaus sei in einem chaotischen Zustand gewesen. Unter den gefundenen Flaschen habe man keine Alkoholflaschen gefunden. Keinerlei Hinweise gebe es im Hinblick auf ein Navigationssystem.

Quelle: HNA

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