Europameister Bodo Schultz blieb in elf Schaukämpfen ungeschlagen

Alle anderen chancenlos

Traute sich, gegen den Meister anzutreten: Hans Jürgen Damm (rechts) und Bodo Schultz. Foto: S. Schneider

Schrecksbach. Versucht haben sie es alle, geschafft hat es keiner. Dass die Schrecksbächer trotz ihrer Niederlagen am Wochenende jeweils mit großem Applaus bedacht wurden, verwunderte angesichts des Gegners nicht: Bodo Schultz, amtierender Europameister im E-Dart, war zu Gast im Mylord und zeigte sein Können in elf Schaukämpfen.

Gegen den „genialen Spieler“, wie ihn Hans Jürgen Damm voller Bewunderung nannte, hatte weder der Kapitän des Dart-Teams des VfB Schrecksbach noch die anderen zehn tapferen Kandidaten eine Chance. Am besten schlugen sich noch Marco Stiebing und Benjamin Damm, doch auch sie konnten die vom Veranstalter ausgelobte Geldprämie von 50 Euro nicht abräumen. „Ich bin sehr ehrgeizig und will immer gewinnen“, hatte Schultz im Vorfeld angekündigt – er hielt sein Wort.

Organisator Jörg Stolz vom Restaurant „Schwälmer Schnitzelkönig“ hatte ihn vor einigen Wochen angesprochen, die Tanzfläche des Mylord kurzerhand umfunktioniert und den Weltmeister des Jahres 1993 schließlich in die Darthochburg Schrecksbach gelockt. Insgesamt elf Mannschaften gibt es dort, neun im E-Dart, zwei im klassischen Steeldart.

„Unsere jungen Spieler sollten die Gelegenheit bekommen, Erfahrungen gegen einen solchen Ausnahmespieler zu sammeln“, sagte Hans Jürgen Damm. Im Winter ist eine Wiederholung geplant. „Das war ein schöner Abend, ich komme gern wieder“, sagte Schultz. Bis nach Mitternacht hatte er sich mit den Herausforderern duelliert, anschließend gab er an der Theke Anekdoten aus seiner mehr als 20-jährigen Karriere zum Besten.

„Die Sportart hat mir in meinem Leben viel gegeben“, sagte Schultz. Und es wird klar, dass es keine finanziellen Anreize sind, die ihn viele Stunden mit den Pfeilen in der Hand verbringen lassen. Vielmehr sind es Abende wie der in Schrecksbach, die ihn motivieren, die ihm Anerkennung verschaffen. „Jeder will doch, wenn auch nur für einen Tag ein König, ein Star sein.“ Wer das war, liegt auf der Hand.

Von Steffen Schneider

Quelle: HNA

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