Während der Bauarbeiten im Kindergarten sind die Jüngsten im DGH untergebracht

Alle Kinder zogen um

Fühlen sich pudelwohl: Die Ottrauer Kindergartenkinder sind bis zum Ende der Bauarbeiten am Gebäude vorübergehend im Dorfgemeinschaftshaus Immichenhain untergebracht. Die Katzengruppe (Foto) freut sich über die Abwechslung. Foto: Schittelkopp

Immichenhain. Jede Menge Platz haben die jüngsten Ottrauer in ihrer Zwischenunterkunft: Wegen der Bauarbeiten am Kindergarten sind die Kinder bis auf weiteres im Dorfgemeinschaftshaus in Immichenhain untergebracht.

Im ehemaligen Schützenhaus spielen, essen und schlafen nun bis planmäßig September 41 Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Die beiden Gruppen der älteren und jüngeren Kinder sind durch eine provisorische Wand getrennt, so entstanden zwei Räume für die Kinder.

Im Bühnenbereich des DGH haben die Erzieherinnen ihren Bereich, dort sind auch die Spielsachen untergestellt. Das Mittagessen bekommt der Kindergarten geliefert. In der großen Küche des DGH können die Erzieherinnen zwar nicht kochen, Mahlzeiten lassen sich dennoch vorbereiten. In den Sanitärräumen wurde improvisiert: Toilettenbrillen für Kinder und kleine Hocker vor den Waschbecken ermöglichen den Jüngsten, ihr Geschäft zu verrichten und sich ohne Hilfe die Hände zu waschen.

Gute Lösung auf Zeit

„Wir fühlen uns sehr wohl hier“, sagte Kindergartenleiterin Gisela Euler. Dies können die Kinder nur bestätigen. Sie finden die Abwechslung vom normalen Kindergarten toll. „Zum Wald sind es nur 100 Meter“, sagte die Leiterin, „und zum Spielplatz müssen wir keine große Straße überqueren.“ Auch Bürgermeister Norbert Miltz zeigt sich zufrieden mit der Zwischenlösung: „Immichenhain war der Standort, der am ehesten den Anforderungen entspricht.“

Auch die Neugier der Eltern und Großeltern ist geweckt: „Anstatt der Mütter holen nun manchmal die Opas ihre Enkel ab, um zu schauen, wie das hier organisiert ist“, erzählte Gisela Euler. Für sie sei es mehr als ein Notbetrieb. Vor dem Einzug der Kita wurde das DGH kindersicher gemacht, an einem Vormittag stemmten Eltern und Erzieher den Umzug.

Im eigentlichen Kindergarten herrscht derzeit Baustellenatmosphäre. Es geht um energetische Hausaufgaben sowie die Erweiterung um eine Krippe für zehn Kleinkinder. Mit 484 000 Euro rechnet die Gemeinde, für den Ausbau der Krippe erhält Ottrau einen Zuschuss in Höhe von 150 000 Euro, für die energetische Sanierung 80 000 Euro.

Am 1. August werden die ersten Krippenkinder aufgenommen. Für die Ein- und Zweijährigen wird der Bau umgestaltet. „Der Flurbereich wird offener“, sagte Norbert Miltz. Bodenhohe Fenster, damit die Kleinsten hinausschauen können, bekommt der Krippenraum. Geheizt wird zukünftig per Wärmepumpe.

• Am Samstag, 22. Juni, sollen mit Hilfe der Väter Wände, Fußböden und Deckenplatten im Kindergarten herausgerissen werden. Freiwillige melden sich bitte in der Kita unter Tel. 06639/8079.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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