Die restaurierte Orgel in der Oberruffer Kirche wird am Sonntag eingeweiht

Alle Register sind bereit

Alte Orgel mit neuem Innenleben: Organist Stephan Peiffer an der renovierten Orgel in der Oberurffer Kirche.

Oberurff. Stephan Peiffer freut sich auf den kommenden Sonntag, dann kann der Organist endlich wieder die Orgel in der kleinen Dorfkirche in Oberurff erklingen lassen. Die neuen Pfeiffen blinken blitzeblank in Edelstahl. Peiffer greift schon einmal behend in die Tasten und spielt ein paar Töne an. „Hört sich gut an“, meint er. Die restaurierte Orgel soll am kommenden Sonntag, ab 10 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst eingeweiht werden.

Mit dabei wird dann auch der Orgelsachverständige Rainer Volgmann sein. Er will das Instrument mit einem improvisierten Orgelspiel vorstellen. Die Orgel sei handwerklich mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail aus besten Materialien gefertigt, meinte er. Trotz ihrer geringen Größe verfüge sie über Charakter, Farbenreichtum und eine gute Mischfähigkeit der Stimmen und sei auf den Raum abgestimmt.

Orgel aus 19.Jahrhundert

„Das Instrument stammt vermutlich aus dem 19. Jahrhundert“, sagte Pfarrer Bernd-Peter Jensen. Man glaubt, dass sie schon einmal in einer anderen Kirche gestanden hat, weil sie nicht passgerecht eingebaut werden konnte und es eine Aussparung an der Mauer in der Ecke gibt. Genaueres sei nicht bekannt. Nur, dass sie schon einmal nach dem Krieg verbessert worden sei.

Bei dem Instrument handelt es sich um eine mechanische Schleifladenorgel mit einem Manual (Klaviatur) und einem Pedal. „Jetzt wurde quasi das gesamte Innenleben erneuert“, sagte der Pfarrer. 95 Prozent sind neu. Die Orgel besitzt nun wie bisher auch sieben Register.

Zwei zusätzliche sind vorgesehen, konnten aber aus Kostengründen noch nicht sind noch zusätzlich. Dafür sollen noch Spenden eingesammelt werden.

Das dürfte für die Oberurrfer kein Problem sein, haben sie doch schon in vielen Jahren viel Geld für die Restaurierung sammelten. 11 000 Euro stammen aus Spenden und der Kollekte, 51 000 Euro stammen aus Rücklagen der Kirchengemeinde, der Kirchekreis gab 8000 Euro, und die Landeskirche gab 10 000 Euro, damit der Preis für die Renovierung von 80 000 Euro gezahlt werden konnten. Der Kirchenvorstand habe sich dafür in vielen Jahren besonders eingesetzt, sagte Jensen.Dekan Dr. Helmut Umbach wird einige Ehrungen vornehmen. Nach dem Gottesdienst gibt es ein Stehcafé geben.

Quelle: HNA

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