Haus abgebrannt

Spangenberger helfen obdachloser Familie

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Mittags ist der Tisch gedeckt: Das Spangenberger Awo-Altenzentrum lädt in dieser Woche die Familie Theune/Sennhenn zum Essen ein. Deren Haus brannte vorige Woche komplett nieder. Von links Vanessa Sennhenn, ihre Eltern Marion und Kai Theune, die beiden Helfer Dominik und Renè Stepanek und Nico und Sascha Sennhenn. Die fünf jüngsten Geschwister aßen gestern im Kindergarten.

Spangenberg. An dem Tag, als der Spendenaufruf in unserer Zeitung war, glühten beim Verein Spangenstein und beim Katharinenverein die Telefone. „Hunderte von Menschen riefen an, um zu fragen, ob und wie sie der Familie Theune helfen können“, sagt Jutta Wölki-Voß. Deren Fachwerkhaus war komplett abgebrannt.

Seitdem rollt eine Welle der Hilfsbereitschaft durch die Liebenbachstadt. Auch das Awo-Altenzentrum hat sich etwas einfallen lassen, um der Familie in ihrer Not zu helfen: Einrichtungsleiter Stefan Kundelov und sein Team laden Kai und Marion Theune und ihre zehn Kinder in dieser Woche jeden Mittag zum Essen ein.

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„Wir wollen der Familie damit nicht nur einen gedeckten Tisch bieten, sondern auch die Gelegenheit geben, ungestört zusammen zu kommen und miteinander zu reden.“ Denn seitdem ihr Haus in der Spangenberger Innenstadt abbrannte, wohnen die zwölf Theunes an verschiedenen Orten. Manche Kinder sind beim ältesten Bruder untergekommen, der bereits eine eigene Wohnung hat, die Eltern haben zusammen mit anderen Kindern Unterschlupf bei Nachbarn gefunden. Das ist für alle eine schwierige Situation, bis das neue Domizil am Brauhausplatz renoviert ist.

Bis dahin aber greift ein dichtes Netz an Nachbarschaftshilfe, Mitgefühl und Engagement. Stadt, Kirche und Vereine helfen, wo es geht, der Kindergarten am Schlossberg veranstaltet einen Spielsachenbasar zugunsten der Theunes - es ist ein beeindruckendes Zeugnis von Mitmenschlichkeit, das die Spangenberger da geben. „Mich macht das sprachlos: Ich habe keine Ahnung, wie wir für diese riesige Solidarität Danke sagen können“, sagt Mutter Marion Theune.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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