Fahrer eines Traktors schwer verletzt - 18 000 Klärschlamm ergossen sich über die Fahrbahn

Schwerverletzter nach Traktorunfall - Fass barst beim Aufprall

Allendorf/L. Schwer verletzt wurde der 60-jährige Fahrer eines Traktors am Donnerstag bei einem Unfall auf der Landesstraße zwischen Treysa und Allendorf/L..

Der Anhänger, ein Fass mit Klärschlamm, barst beim Umkippen, 18 000 Liter ergossen sich über die Fahrbahn und in den Straßengraben.

Dr. Harald Bräutigam vom Maschinenring Schwalm-Eder bezifferte den Sachschaden am Nachmittag auf eine Summe zwischen 80 000 und 100 000 Euro. Der Fahrer, ein Mann aus Gudensberg, wurde stationär in der Asklepios-Klinik Ziegenhain aufgenommen.

Allendorf/Treysa: Schwerverletzter nach Traktor-Unfall

Leichte Verletzungen erlitt der Beifahrer, ein 48-Jähriger aus Schwalmstadt. Der Unfall ereignete sich gegen 8.15 Uhr kurz nach dem Abzweig aus Richtung Dittershausen.

Dieser Artikel wurde um 17 Uhr aktualisiert.

Wie die Polizei am Unglücksort weiter mitteilte, hatte sich die Flüssigkeit im Fass aufgeschaukelt, so dass das Gespann außer Kontrolle geriet. Harald Bräutigam erläuterte, dass der Transport des Materials aus der Kläranlage Treysa ein Auftrag des Maschinenrings Schwalm-Eder war.

Zielort war ein landwirtschaftlicher Betrieb in Michelsberg, sagte Bräutigam. Nach seinen Angaben war dem Gespann kurz vor dem Unfall ein Mercedes-Sprinter begegnet.

 Der Traktorfahrer habe das Tempo gedrosselt, trotzdem sei das Gespann nach rechts auf die Bankette geraten. Der Klärschlamm habe sich dabei so aufgeschaukelt, dass das Vehikel nach links geriet und gegen einen Baum prallte.

Das Fass gehört dem Bodenverband, einer Schwestergesellschaft des Maschinenrings, der für das Absaugen des Klärschlamms sorgte. Ein Umweltschaden sei nicht entstanden, sagte Bräutigam.

Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde (Homberg) beaufsichtigten die Reinigung. Die wurde auch von Feuerwehrleuten aus Allendorf/L. und Ziegenhain unterstützt. Nach Angaben von Einsatzleiter Frank Model (Ziegenhain) waren 20 Frauen und Männer im Einsatz, spritzten die Fahrbahn sauber, schnitten das Wrack frei und und banden ausgelaufenes Diesel ab. Die Strecke war für mehrere Stunden voll gesperrt. (aqu)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion