Alles ist gut abgestimmt

Rathaus-Mitarbeiter bereiten sich auf Wahlen vor

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Übersichtlich: Jede Box im Wahlamt steht für einen Wahlbezirk. Wahlleiter ist zwar Bürgermeister Reinhard Schaake, die Vorbereitungen trifft aber ein sechsköpfiges Mitarbeiterteam.

Wolfhagen. Während für die Parteien die heiße Phase des Wahlkampfes beginnt, stecken die Mitarbeiter des Wahlamtes im Wolfhager Rathaus mitten in den Vorbereitungen zur Wahl.

Bis zum 22. September – dann wird in Deutschland ein neuer Bundestag und in Hessen ein neuer Landtag gewählt – haben Marcus Kuhaupt, Wahl- und Datenschutzbeauftragter und Monika Woch, Sachbearbeiterin in den Bereichen Wahl und Soziales, alle Hände voll zu tun.

Ein Wandregal voller gelb gekennzeichneter Ordner und 15 große graue Boxen im Wahlamt deuten auf eine gut organisierte Vorbereitung hin. Jede der Boxen steht dabei für ein Wahllokal und wird im Laufe der nächsten knapp 100 Tage mit wichtigen Unterlagen, Umschlägen und Schreibutensilien gefüllt. „Da können wir dann nach und nach schon reinpacken, was bei der Wahl vor Ort benötigt wird“, sagt Kuhaupt. Um nichts zu vergessen, hat er sich eine Checkliste gemacht. Wichtige Stichtage, wie zum Beispiel der spätmöglichste Termin zur Versendung der Wahlbenachrichtigungen, sind in einem offiziellen Leitfaden markiert.

Immer mehr Briefwähler

Rund 10 500 Menschen im Wahlbezirk sind als Wähler zugelassen. Die Beteiligung in Wolfhagen lag bei der letzten Bundestagswahl mit 71,6 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Nach Kuhaupts Schätzungen wird etwa jeder Siebte die Möglichkeit einer Briefwahl nutzen. Weil diese Zahl von Wahl zu Wahl steigt, wurde am Wolfhager Rathaus kürzlich sogar ein größerer Briefkasten montiert.

Um den organisatorischen Aufwand am Wahltag stemmen zu können, werden schon jetzt sogenannte Wahlhelfer bestimmt. Diese sind in den Wahllokalen dafür zuständig Wahlkarten zu überprüfen und die Stimmzettel auszugeben. Wer von Monika Woch für diese Aufgabe ausgewählt wurde, ist übrigens per Gesetz dazu verpflichtet der Aufforderung nachzukommen. „Bei einer vergangenen Wahl hatten wir wirklich mal Probleme Leute zu finden, seitdem lassen wir uns Atteste von Arbeitgeber oder vom Arzt vorlegen“, sagt Woch. Sie achtet auch darauf, dass dann Mitglieder verschiedener Parteien den Wahlvorstand bilden. „So können die sich immer direkt gegenseitig kontrollieren“, sagt sie. 21 Euro Erfrischungsgeld bekommt jeder Wahlhelfer. Freiwillig meldet sich kaum einer.

2014 schon die nächste Wahl

„Für uns ist das Zusammenlegen der Wahlen natürlich super. Da haben wir den organisatorischen Aufwand nur einmal“, sagt Monika Woch. Kein Vergleich mit dem Jahr 2011, als in Wolfhagen gleichzeitig Ortsbeiräte, Kreistag, Stadtverordnete und der Bürgermeister gewählt wurden – und das parallel zu einer Volksabstimmung. Angesichts der Europawahl im Mai 2014 wird es aber nicht lange dauern, bis die nächsten grauen Kisten im Wolfhager Rathaus stehen.

Quelle: HNA

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