Gerti und Georg Aschenbrenner aus Oberbeisheim feiern Eiserne Hochzeit

Im Zug war alles klar

Seit 65 Jahren verheiratet: Gerti und Georg Aschenbrenner aus Oberbeisheim feiern Eiserne Hochzeit. Foto: Eberlein

Oberbeisheim. „Er hat mir gleich gefallen und das ist so geblieben“, sagt die 83-jährige Gerti Aschenbrenner über ihren Ehemann Georg. Und das gilt schon seit 65 Jahren, denn heute feiert das Paar in Oberbeisheim Eiserne Hochzeit.

Im Büro der ehemaligen Ziegelei in Remsfeld haben sich die beiden einst kennengelernt. Sie hatte dort gerade als Bürokauffrau angefangen, da war sie 17 Jahre alt. Der drei Jahre ältere Georg arbeitete im selben Betrieb als Baggerfahrer.

Beide erinnern sich noch gut an das erste Treffen. Zum Kirmesmarkt in Homberg fuhren die jungen Leute mit dem Zug und schon da waren sie sich sicher, dass sie füreinander bestimmt sind.

Bei den Eltern von Gerti wurde der junge Mann, den sie sich ausgesucht hatte, gerne aufgenommen. „Mein Vater sagte, das ist ein Primakerl“, erinnert sich Gerti Aschenbrenner. Es dauerte nicht lange bis zum großen Verlobungsfest. Die Hochzeit fiel jedoch klein aus. Im blauen Kleid und dunklen Anzug traten die Verlobten vor Pfarrer Schüler in der Kirche von Remsfeld, und gemeinsam mit der Familie wurde im Haus von Gertis Eltern gefeiert. Dort wohnte das frisch vermählte Paar noch ein gutes Jahr lang, bevor die kleine Familie, zu der mittlerweile auch die erste Tochter gehörte, nach Oberbeisheim zog.

„Wir sind hier nie alleine.“

Ehepaar Aschenbrenner

Drei Zimmer wurden an das Elternhaus von Georg angebaut, fast zu wenig, denn bald wurde die zweite Tochter geboren. Eine dritte sollte 1961 folgen. Danach begannen die Eheleute mit dem Bau des eigenen Hauses, in dem sie bis heute leben.

„Wir sind hier nie alleine“, sagen sie. Ein Enkel wohnt mit im Haus, die Töchter leben alle in der Nähe, und auch die anderen Enkelkinder kommen regelmäßig zu Oma Gerti und Opa Georg. Über sechs Urenkel kann sich das Paar freuen, das siebte ist unterwegs.

„Unser Haus steht immer für die Familie offen“, betonen die Aschenbrenners, „alle verstehen sich gut, und richtigen Streit hat es nie gegeben.“ Für Kinder und Enkelkinder haben sie sich immer Zeit genommen. Mit den beiden ältesten Enkeln sei der Opa jeden Sonntag im Wald auf dem Trimm-dich-Pfad gelaufen.

„Wir hatten ein schönes Leben“, sind sich die Eheleute einig. Auch das will das Paar heute mit der ganzen Familie und Freunden feiern.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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