Publikum in der Wolfhager Kulturhalle begeistert beim A-cappella-Festival

Alles mit dem Mund

Echte Kerle: Mirko Moeller, Frank Lötzer und Peter Scholz ind der Kulturhalle. Foto:  Sommerlade

WOLFHAGEN. „Klatsch in die Hände auf die zwei und die vier!“ Der Aufforderung der „Echten Kerle“ folgten die Besucher des A-cappella-Festivals am Freitagabend in der Kulturhalle Wolfhagen gern. Schließlich hatten die Gäste in der voll besetzten Kulturhalle dies schon zuvor beim Auftritt der „Medlz“ Lydia, Mary, Nelly, Silli und Bine ausgiebig geübt.

„Das machen wir jetzt so lange, bis es jeder kann“, hatten die fünf jungen Dresdnerinnen dem Publikum augenzwinkernd gedroht. Derart auf das Klatschen im Takt eingestimmt, fiel es den Wolfhager Besuchern offensichtlich schwer, wieder damit aufzuhören. Sehr zur Freude der Medlz, die dank dieser rhythmischen Unterstützung voll durchstarteten.

Beherrschen das Genre

Dass die fünf jungen Vokalartistinnen das Genre beherrschten, wurde bereits bei den ersten Tönen klar. Die übrigens alle ausnahmslos mit dem Mund gemacht sind, auch wenn die Zuhörerschaft dies bei vielen Liedern kaum glauben konnte. Wie zum Beispiel beim vorgetragenen Soundtrack zum Kultfilm „Das Boot“ oder den Klassikern „We will rock you“ und „Rock me Amadeus“.

Neben den Coverversionen präsentierten sie aber auch eigene Texte und eine musikalische Bandbreite, die das Publikum faszinierte. Ob beim gefühlvoll vorgetragenen „Paps“ oder dem aggressiven Song „Sag mal“- die Texte erweckten den Anschein, als erzählten sie aus dem eigenen Leben der Sängerinnen. Doch egal, ob real oder fiktiv - eines war allen Songs gemeinsam: sie überzeugten mit poppiger Musik gepaart mit Elementen aus Rock, Blues und Reggae. Nur ungern verabschiedete das Publikum die Dresdnerinnen von der Bühne, wie der lang anhaltende Applaus eindrucksvoll belegte.

Klatschen

Der brach aber zu Beginn des nachfolgenden Auftritts der Kasseler A-cappella –Formation „Echte Kerle“ nicht ab. Grund war wohl die musikalische Ansage „Das ist die A-cappella-Party und die feiern wir mit dir“. Das ließen sich die Gäste im Saal nicht zweimal sagen. Beim bekannten G-Punkt sangen und klatschten sie mit, was das Zeug hielt, schmunzelten über den Sabini-Bikini-Song des Bassisten Björn Schmidt oder klopften sich vor Lachen auf die Schenkel beim Improvisationstanz für Bewegungslegastheniker von Dr. Axel Fink. Bei dem unterhaltsamen letzten Programmpunkt waren dann auch die Medlz wieder mit von der Partie. Gemeinsam sorgten die beiden Gruppen für einen gelungenen und harmonischen Abschluss des ersten Tages des Festivals.

Vielfalt

Am Samstagabend kamen die A-capella-Fans ein weiteres Mal auf ihre Kosten. Zu Gast waren „The magnets“, die unter anderem als Spice Boys mit Geri Halliwell auftraten, sowie die Band „Juicebox“.

Beide Gruppen präsentierten neben einer breiten Klangpalette vor allem stilistische Vielfalt.

Von Martina Sommerlade

Quelle: HNA

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