Alles reine Kopfsache

Gedächtnistraining mit Evelyn Kallenbach-Pedina in Zierenberg

Gedächtnistraining in Zierenberg: Sie halten sich fit (von links) Monika Lammers, Elke Seegel, Gedächtnistrainerin Evelyn Kallenbach-Pedina, Susanne Hedderich, Renate Völkel und Rita Friedl.
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Gedächtnistraining in Zierenberg: Sie halten sich fit (von links) Monika Lammers, Elke Seegel, Gedächtnistrainerin Evelyn Kallenbach-Pedina, Susanne Hedderich, Renate Völkel und Rita Friedl.

Die Köpfe rauchen zwar nicht beim Kurs für Gedächtnistraining mit Evelyn Kallenbach-Pedina, aber es strengt dennoch auch an. Allerdings stellt sich der Erfolg schnell ein, von Aufgabe zu Aufgabe wird es einfacher.

Zierenberg - Kreativität, Wortfindung und Denkflexibilität sind die Trainingsziele im Zierenberger Bürgerhaus, wo der Vhs-Kurs stattfindet.Redewendungen und Sprichwörter bringen der Gruppe zusätzlich auch viel Spaß.

Dass ein „Stirb-nicht-Gebäck“ ein simpler Lebkuchen ist, ist nicht auf Anhieb erkennbar. Da denken einige vielleicht zu kompliziert. Auf der Basis modernster Forschung entwickelt der Bundesverband Gedächtnistraining ausgewählte Übungsprogramme zur Förderung spezifischer Gehirnleistungen, die ständig weiter entwickelt werden. Mit unterschiedlichen Trainingskonzepten können verschiedene Zielgruppen trainiert werden, Grundschulkinder, junge Erwachsene, Berufstätige, Senioren und Menschen mit demenziellen Veränderungen. Und bei allen Zielgruppen sind Erfolge sichtbar. Das bestätigt Evelyn Kallenbach-Pedina, die Fachtherapeutin für Hirnleistungstraining, Fachpräventologin geistige Fitness und Tanzlehrerin für Tanzen im Sitzen ist.

Die Mitglieder der Gruppe in Zierenberg bestätigten alle, dass sie bereits Erfolge spüren, dass es ihnen ganz viel bringe, an dem Training teilzunehmen, dass sie die Stunden nicht missen möchten und auch Spaß daran haben. Und zwar nicht, weil einer von ihnen bereits Probleme bei der Hirnleistung habe, sondern weil alle frühzeitig das Gehirn trainieren möchten. Das empfiehlt auch Gedächtnistrainerin Evelyn Kallenbach-Pedina.

Sie rät dazu, das Gehirn wie jeden anderen Muskel im Körper zu betrachten. „Diese Muskeln trainiert man ja schließlich auch“, sagt sie überzeugt. Zudem empfiehlt sie, alltägliche Dinge einfach mal anders zu machen. Zum Beispiel: Wer seinen Kaffeebecher immer mit der rechten Hand hält, sollte auf die linke wechseln. Wer sich mit der rechten Hand die Zähne putzt, darf das auch mal mit der linken trainieren und so weiter. „Es ist gut, Bewegungsabläufe einfach mal zu ändern“, so die Trainerin.

Die Übungen sind vielfältig. So geht es in einer darum, Worte zu finden, dann wiederum Sätze zu bilden, zu reimen oder auch mal zwischendurch eine Rechenaufgabe zu lösen. Beispiel: Eine Gruppe Enten möchte eine Straße überqueren. Hinter der ersten Ente laufen zwei Enten. Vor der Ente in der Mitte der Gruppe läuft eine Ente und vor der letzten Ente laufen zwei Enten. Wie viele Enten überqueren die Straße? (Es sind drei). Wer jeden Tag mit solchen Aufgaben zu tun hat, löst sie sicherlich im Handumdrehen. Aber wer darin nicht geübt ist, braucht eine Weile oder vielleicht auch – so wie im Kurs – eine Trainerin, die die Aufgabe anhand von Buntstiften verdeutlicht. Am Ende freuen sich die Teilnehmer über ihren Erfolg, und manchmal kommt man gemeinsam besser voran.

Evelyn Kallenbach-Pedina empfiehlt zudem das Tanzen, um das Gehirn fit zu halten. „Die Bewegung zum Takt, die Koordination und der gesamte Ablauf des Tanzens, das alles trainiert das Gehirn“, so die Trainerin. (Monika Wüllner)

Informationen unter e.kallenbach-pedina@t-online.de oder unter 05606 / 530780

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