Gewerbegebiet Fritzlar-Nord wächst: Autohandel und eine Tankstelle entstehen

Alles rund um das Auto

70 Prozent sind bereits verkauft: Es gibt drei neue Investoren für das Gewerbegebiet Fritzlar-Nord. Grafik: Ingenieurbüro Hrycak, Löschner und Partner

Fritzlar. Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt: Das trifft auch auf das Fritzlarer Gewerbegebiet beim TÜV zu. Seit 2005 standen dort 38 000 Quadratmeter Fläche zum Verkauf. Doch außer dem TÜV Hessen, der Kfz-Zulassungsstelle und einer Tierarztpraxis siedelten sich in dem nahe der Autobahnauffahrt zur A 49 in Richtung Kassel und Marburg gelegenen Gebiet keine weiteren Betriebe an. Bis jetzt.

Denn gleich hinter dem Gelände wurde mittlerweile der Hauptsitz der Landmaschinentechnik Claas eröffnet. Fast zeitgleich lief der Verkauf des Geländes an, erklärt Peter Hrycak, Geschäftsführer der Projektentwickungsfirma Brautäker GmbH. „Ein weiterer Grund ist sicher, dass es im Gewerbegebiet Fritzlar-Süd keine Grundstücke mehr gibt.“

Drei neue Investoren gibt es schon: Das Autohaus Range wird auf einem 7000 Quadratmeter großen Gelände einen VW-Weltauto-Handelsplatz eröffnen. „150 bis 200 Fahrzeuge werden wir dort anbieten“, sagt Dirk Braun von der Firma Range. „Wir werden die besten Gebrauchtwagen vieler Marken, Jahres- und Werkswagen mit vielen Vorteilen verkaufen.“ Auf der gepflasterten Stellfläche werde auch ein Verkaufsgebäude samt Annahmebühne entstehen.

Neue Arbeitsplätze

Insgesamt werde man 1,2 Millionen Euro investieren und vier neue Arbeitsplätze schaffen, zwei im Verkauf und zwei in der Werkstatt. Die Lage des neuen Gewerbegebiets sei perfekt. „Bei einer Zählung kam man auf 20 000 Fahrzeuge, die dort am Tag vorbeifahren.“ Nicht nur die Lage sei entscheidend: Derzeit habe man auf dem Firmengelände gleich gegenüber vom künftigen, zweiten Standort, 80 Autos ausgestellt. „Wir platzen aus allen Nähten“, sagt Braun. „Wir haben kaum Platz für Kundenfahrzeuge“. Das werde sich bald ändern.

Baustart wohl im Frühjahr

„Wenn es das Wetter zulässt, werden die Bauarbeiten noch im Frühjahr beginnen“, sagt Peter Hrycak. Das hofft man auch bei der Westfalen AG. Auf einer 5100 Quadratmeter großen Fläche will sie unter anderem eine Westfalen-Tankstelle bauen, sagt Werner Althoff.

Zwei weitere Flächen in dem Gewerbegebiet Am Wehren Pfad wurden zudem verkauft. Was dort entstehen wird, habe der Investor noch nicht entschieden, weiß Hrycak.

Bleibt eine Restfläche von 9850 Quadratmetern. „Weitere Betriebe und sogar ein Back-Stopp könnten dort eröffnen, weil für Gastronomie eine Sonderfläche ausgewiesen wurde“, sagt Hrycak und betont, dass es sich um ein stilles Gewerbegebiet handele. Denn durch den Weltauto-Handelsplatz und die Tankstelle entstehe kein Lärm.

Nicht nur durch die neuen Investoren sei das Gebiet sehr interessant, sagt Hrycak. „Das Projekt wird von der EU kofinanziert. Dadurch ergebe sich ein relativ geringer Grundstückspreis von 60 Euro je Quadratmeter.“ Es lohne sich also für Betriebe, den ersten Schritt zu machen.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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