Alte Brücke bei Beiseförth ist weg: Gründungsarbeiten für Neubau

Abbrucharbeiten sind abgeschlossen: (von links) Gerd Krug von Hessen mobil, Björn Gorsboth, Bauleiter von der Schachtbau Nordhausen GmbH, und Werner Kolb, ebenfalls von Hessen mobil, vor der Flussstelle, über die die alte Fuldabrücke führte. Fotos:  Bülau

Beiseförth. Das größte Bauprojekt des Schwalm-Eder-Kreises in diesem Jahr ist der Abbruch und Neuaufbau der Fuldabrücke in Beiseförth.

2,7 Millionen Euro wurden dafür veranschlagt, das Land Hessen beteiligt sich mit gut 1,5 Millionen Euro.

Der Landkreis hat Hessen mobil das Bauprojekt übergeben. Die Schachtbau Nordhausen GmbH wurde mit den Arbeiten beauftragt. Anfang Mai wurde der Startschuss auf der Baustelle gegeben, die Abrissarbeiten der alten Brücke haben im Juni begonnen. Der neue Weg über die Fulda in Beiseförth soll Mitte des kommenden Jahres stehen.

Der Abriss der alten Brücke ist seit wenigen Tagen komplett abgeschlossen, teilt Gerd Krug von Hessen mobil mit. Derzeit würden Gründungsarbeiten vorgenommen, also ein Fundament für die späteren Brückenpfeiler geschaffen.

Auf der einen Fuldaseite seien die Gründungsarbeiten schon fertig. Auf der anderen Seite - dort, wo der Sportplatz liegt - werde gerade damit begonnen, sagt Krug. Anschließend stehe eine Vorschüttung in der Fulda auf dem Programm, also ein Weg für die Bagger auf den Fluss, damit dort ebenfalls das Fundament für einen Pfeiler geschaffen werden kann. Dafür müssen große Bohrer bis zu zwölf Meter tief bohren.

Geologen hätten festgestellt, dass die Erdschicht in dieser Tiefe etwa zwölf Millionen Jahre alt ist, sagt Werner Kolb, ebenfalls von Hessen mobil. Damals habe die Erdoberfläche an der Baustelle aus Geröllfeldern und Sumpflandschaft bestanden.

„Wir liegen voll im Zeitplan“, sagt Gerd Krug. Wenn das Wetter stabil bleibe, würden alle Ziele, die für dieses Jahr angepeilt werden, auch erreicht. Auch die Fertigstellung der neuen Brücke Mitte des kommenden Jahres sei weiterhin so vorgesehen.

Die jährlichen Hochwasser seien in die Planung miteinbezogen worden. Der Wasserstand sei durch die lange Dürre aber eher niedriger als sonst, berichtet Krug. Durch die vielen Gewitter derzeit steige der Wasserspiegel nicht problematisch.

Auch bei den Kosten gebe es keine Abweichungen vom Plan. Die Überreste der alten Brücke würden zudem recycled und für Baustraßen und Aufstandsflächen für Bohr- und Rammgeräte genutzt.

Zur Überquerung der Fulda steht Fußgängern und Radfahrern noch bis Oktober eine Pontonbrücke zur Verfügung. „Die wird sehr gut angenommen. Im Herbst ist aber die Hauptsaison der Camper vorbei“, sagt Krug. Die Pontonbrücke müsse dann aber so oder so wieder weg, da diese das Hochwasser im Herbst und Winter nicht überstehen würde.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare