Betroffen sind Baujahre 1974 bis 1985

Alte Holzöfen müssen zum Jahresende raus

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Nicht mehr einheizen: Alle Holz- und Kohleöfen, die zwischen 1975 und 1984 gebaut wurden, müssen bis Ende 2017 außer Betrieb genommen werden.

Wolfhager Land. Bis Ende 2017 müssen Eigentümer alte Einzelraumfeuerstätten wie etwa Holz- oder Kohleöfen aus dem Betrieb nehmen, die zwischen 1975 und 1984 gebaut wurden.

Sie stoßen zu viele Emissionen aus. Doch es gibt Ausnahmen. „Nicht ausgetauscht werden müssen private Kochherde, Backöfen und Badeöfen, offene Kamine und so genannte Grundöfen, also vor Ort errichtete Kachelöfen ohne Heizeinsatz, sowie vor 1950 errichtete historische Öfen und Einzelraumfeuerungsanlagen, die allein der Wärmeversorgung von Wohnräumen dienen“, erklärt Thomas Swoboda, Bezirksschornsteinfeger in Zierenberg.

Bestehende Anlagen können dann zeitlich unbegrenzt weiter betrieben werden, wenn sie die derzeit geltenden Grenzwerte einhalten. Dafür sei der Einbau eines geeigneten Filters, der auch bezuschusst werde, und die Messung durch einen Schornsteinfeger erforderlich. Von einer Nachrüstung rät Thomas Swoboda allerdings ab: „Man sollte prüfen ob es Sinn macht, einen 30 Jahre alten Ofen nachzurüsten. Neue Öfen sind auf dem technischen Stand von heute, setzen den Brennstoff effizienter um und benötigen somit bei gleicher Heizleistung bis zu zwei Drittel weniger Brennstoff.“ 

Alte Öfen sollen nach den Vorgaben des Bundesimissionsschutzgesetzes von 2010 weg, weil sie jede Menge Schadstoffe ausstoßen. „Dazu gehören gesundheitsgefährdende Stoffe wie Feinstäube und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Diese sorgen zusammen mit anderen Schadstoffen gerade in Städten und Wohngebieten für schlechte Luft“, so Swoboda. Ohne strengere Grenzwerte könne dieses Problem in den nächsten Jahren weiter zunehmen, da die energetische Nutzung von Holz im Sinne des Klimaschutzes weiter ausgebaut werden solle. Ende 2014 lief bereits die erste Schonfrist für Öfen der Baujahre bis 1974 ab.

Nächste Frist gilt bis 2020

Generationsweise sollen in den kommenden Jahren alte Holz- und Kohleöfen, so genannte Einzelraumfeuerstätten, außer Betrieb genommen werden. Grund: Ihre Staub- und Kohlenmonoxidwerte sind im Vergleich zu neuen Anlagen zu hoch und schaden der Umwelt. 

Die nächste Frist folgt 2020: Dann müssen Eigentümer Holzöfen aus den Jahren 1985 bis 1994 stilllegen oder nachrüsten. 2024 folgt das Aus für Anlagen der Baujahre 1995 bis 2010. Ob der Ofen von der Nachrüst- oder Austauschpflicht betroffen ist, erfahren Eigentümer bei einer Überprüfung durch den jeweils zuständigen Bezirksschornsteinfeger.

Quelle: HNA

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