Verkehrsminister beraten – Geteiltes Echo in Schwalm-Eder

Alte Nummernschilder könnten kommen

Schwalm-Eder. Im Landkreis könnte es bald vier unterschiedliche Kennzeichen für Fahrzeuge geben. Während der Verkehrsministerkonferenz kommende Woche in Potsdam ist die Einführung der alten Nummernschilder ein Thema.

Es müsse aber geprüft werden, ob der Aufwand und die Kosten in einem angemessenen Verhältnis stünden, sagte ein Sprecher des Brandenburger Ministeriums vor der Konferenz.„Ich denke, die Verkehrsminister sollten sich mit sinnvolleren und wichtigeren Dingen beschäftigen“, sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl.

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Es gebe sicher ein paar Heimatverbundene, die sich für die alten Kennzeichen aussprächen, für die Praxis sei der Vorschlag aber lediglich ein Tribut an Nostalgiker. „Die Schilderindustrie würde es freuen“, sagt Neupärtl und lacht. Aber das aktuelle Kennzeichen HR sei längst identitätsstiftend für den Landkreis.

Fritzlars Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange kann der Nummernschild-Idee etwas abgewinnen. „Es wäre natürlich gut für das Image Fritzlars.“ Sicher würden viele Fritzlarer ein FZ-Nummernschild begrüßen, denn der Verlust des Kreisstadt-Status habe doch geschmerzt.

Allerdings, so Lange, müsse man die Fritzlarer fragen, ob sie das alte Kennzeichen wieder haben möchten. Bedenken müsste man dabei auch, die Kosten für eine Umrüstung.

Schwalmstadts Bürgermeister Wilhelm Kröll ist sich sicher, dass die Ziegenhainer das ZIG-Kennzeichen gerne hätten. Da Ziegenhain ein Stadtteil von Schwalmstadt ist, wäre das problematisch. Kröll kennt das Problem von der Bahn. Wer eine Fahrkarte nach Schwalmstadt buchen möchte, hat Pech, denn der Bahnhof heißt Treysa.

„Ich fände das schön“, sagt Melsungens Bürgermeister Dieter Runzheimer zu den Plänen. Ein MEG-Schild könne die lokale Identität stärken. Ihm sei wichtig, dass die Menschen gefragt würden, etwa durch Umfragen. (ddd/ode)

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Quelle: HNA

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