Alte Parkplätze in Melsungen oft zu schmal

Verrenkungsgefahr: Auf vielen Parkplätzen kann das Aussteigen vor allem aus breiten Autos zu einer akrobatischen Übung werden. Fotos: Müller-Neumann

Melsungen. „Wie soll ich denn da bitte schön reinpassen?“ - ein typischer Gedanke von Autofahrern auf Parkplatzsuche. Dabei sind oft nicht die Parkkünste des Fahrers schuld, sondern der Stellplatz an sich. Denn für viele moderne Autos wird es in den Parklücken eng - auch in Melsungen.

Die Garagenverordnung des Landes Hessen schreibt eine Mindestbreite von 2,30 Meter vor, falls keine Wände oder Säulen den Platz links und rechts begrenzen. Der ADAC empfiehlt, die Breite auf 2,50 Meter zu erhöhen, um ein unkompliziertes Parken zu ermöglichen. Ein Blick auf zufällig ausgesuchte öffentliche Stellplätze in Melsungen zeigt jedoch, dass selbst die vorgeschriebene Breite von 2,30 Meter nicht immer erfüllt wird.

So sind manche Buchten auf dem Parkplatz am Sand rund zwei Meter breit. Dort sind die Parkbuchten allerdings schräg angeordnet, was das Aussteigen erleichtert. Auch an der Stadthalle, auf der Parkpalette und dem Sparkassendeck erfüllen manche Parkplätze allenfalls die Mindestnorm und nicht die ADAC-Empfehlung.

Relativ bequem können Autofahrer dagegen vor den Geschäften Vockeroth und Müller in der Kasseler Straße parken: Dort gibt es Lücken, die 2,70 Meter breit sind und an den Seiten zusätzlich eine breite Markierung haben.

„Alle Parkplätze, die wir neu bauen, erfüllen die Mindestnorm“, sagt Melsungens Bauamtsleiter Martin Dohmann. Bei den besonders engen Buchten handele es sich um sehr alte Parkplätze - wie am Sand. Die vom ADAC vorgeschlagene Breite von 2,50 Meter habe ihre Vorteile, sagt Dohmann. Sie habe aber auch einen Nachteil: Es würde weniger Parkplätze geben. Man müsse bei der Planung immer zwischen der Breite und der erforderlichen Anzahl an Stellplätzen abwägen.

Von Eugen Maier

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Quelle: HNA

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