VR-Bank spendet Schränke zum Aufbewahren von Karten und Plänen

Alte Schätze gut behütet

Blick in die Geschichte: Karten und Pläne liegen im Gensunger Museum jetzt bestens gehütet in einem Schrank. Von links VR-Vorstand Karl-Heinz Gräser, Klaus-Otto Bretheuer, Helmut Lengemann und Hannelore Brandau von der Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte. Foto: Schaake

Gensungen. Heimat- und Regionalgeschichte wird im Museum in Gensungen künftig lebendiger dargestellt. Die Gensunger Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte kann einen Teil der Schätze jetzt bestmöglich aufbewahren und präsentieren. Dank einer Spende der VR-Bank Schwalm-Eder in Höhe von 1000 Euro wurden Plan- und Flachablageschränke angeschafft.

Karten und Pläne wurden bisher in selbst gemachten Mappen aufbewahrt. Jetzt liegen sie lichtgeschützt und flach in den Schränken. Man zieht ein Fach auf, hat die gewünschten Karten, Pläne und Zeichnungen sofort zur Hand und den besten Blick auf Geschichte und Geschichten aus dem Edertal.

Die älteste Karte stammt aus dem Jahr 1664. Sie zeigt die Grenzen zwischen dem damaligen Eigentum der Familie von Boineburg und den Landgrafen von Hessen. Eine andere Karte belegt, dass es unterhalb der Straße zwischen Gensungen und dem Sundhof einmal eine Ölmühle gab. Eine Rarität ist auch das Original einer Karte aus dem Jahr 1801 - der „Grundriß von der inneren Dorfschafft Gensungen, Amt Felsberg“. Die Eigentümer der einzelnen Grundstücke sind namentlich eingetragen.

„Ein Provisorium hat zum Glück ein Ende“, freuen sich übereinstimmend Helmut Lengemann, Klaus-Otto Bretheuer und Hannelore Brandau vom Vorstand der 1973 gegründeten Arbeitsgemeinschaft. Sie hat aus dem alten Bürgermeisteramt ein Museum gemacht, das auch bei Kindern und Jugendlichen großes Interesse findet. Das Erforschen der Vor- und Frühgeschichte sowie das Ausstellen der archäologischen Funde aus dem Kreisteil Melsungen gehört mit zu den Arbeitsschwerpunkten.

„Die Investition hat sich gelohnt, ich bin begeistert, was hier alles geboten wird“, sagte VR-Vorstand Karl-Heinz Gräser. Weil das Engagement der Arbeitsgemeinschaft vorbildlich sei und das Museum auch den nachfolgenden Generationen beispielhaft zeige, wie es früher war, unterstütze die Bank das Museum schon seit Jahren.

Klimagerät fürs Archiv

Die Spende machte es auch möglich, den Archivraum neu zu gestalten. Regale für Archivalien und Kartons wurden aufgestellt. Ein Klimagerät kontrolliert die Luftfeuchtigkeit, damit die Schätze auch bei der richtigen Temperatur der Nachwelt erhalten bleiben.

Das Museum ist von April bis November samstags und sonntags jeweils von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen für Schulklassen sind nach vorheriger Vereinbarung möglich. (m.s./nh)

Kontakt: Helmut Lengemann, Tel. 0 56 62/ 3344, Kurt Sänger, Tel. 0 56 62/ 573.

Quelle: HNA

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