Die Frauenarbeit im Kirchenkreis mobilisierte doppelt so viele Besucherinnen wie erwartet

Die „Alte Schule“ war knackevoll

Christa Wöllenstein

Breuna/Wolfhagen. Das evangelische Gemeindehaus in Breuna, die „Alte Schule“, drohte am Dienstagabend aus den Nähten zu platzen. Zu einem weiteren Abend in der Reihe „Maria, Eva & Co“ hatte die Frauenarbeit im Kirchenkreis Wolfhagen mit rund 40 Besucherinnen gerechnet, es kamen doppelt so viele. Die Freude der Veranstalterinnen über das große Echo übertraf bei weitem die Mühe des kurzfristigen Stühlerückens und Herbeischaffens weiterer Sitzgelegenheiten.

Eingebettet in den Wohlfühlabend für Geist, Seele und Körper wählten Wahlfrauen, die zuvor von den einzelnen Kirchengemeinden bestimmt worden waren, ihre Vertreterin für die Landesfrauenkonferenz der Evangelischen Landeskirche. Ohne Gegenkandidatinnen wurden Heike Wischnath (Breuna) in ihrem Amt als Delegierte bestätigt und Christa Wöllenstein (Wolfhagen) als Stellvertreterin erstmals gewählt. In ihrer vierjährigen Amtszeit werden sie für den gesamten Kirchenkreis Wolfhagen Ansprechpartnerinnen in Frauenfragen sein, Impulse zur christlichen Lebensführung geben und Frauen in Glaubensfragen zur Verfügung stehen. In der Evangelischen Landesfrauenkonferenz beteiligt sich die Delegierte an Kirchenpolitik von Frauen für Frauen.

Frauen engagieren sich in großer Zahl in den evangelischen Kirchengemeinden des Wolfhager Landes. Ihre ehrenamtliche Arbeit auf Kirchenkreisebene stelle eine große Bereicherung des kirchlichen Lebens dar, würdigte die Wolfhager Pfarrerin Ursula Breul diesen Einsatz. „Ohne Ehrenamt in der Kirche sähen wir einfach alt aus“, sagte auch Nina Wetekam, Regionalbeauftragte für Frauenarbeit im Sprengel Kassel.

Genussreich und unterhaltsam setzten die Organisatorinnen die Veranstaltung nach der Wahl fort. Im Mittelpunkt stand die Lebensweisheit der Teresa von Ávila (16. Jahrhundert) „Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ Die Nonne, die Mut und Humor, Klugheit und Kampfgeist in sich vereinte, wie es in einem Kurzreferat hieß, verstand es, Alltagsleben und Spiritualität zusammenzubringen. Den Bogen in die Gegenwart schlägt der heute viel zitierte Begriff der Achtsamkeit gegen sich selbst. „Die Süße des Lebens“ kosteten die Frauen symbolhaft mit Schokoladenstückchen. Loslassen, locker werden, sich wohler fühlen: Ein Kurztraining zur Entspannung der Muskulatur im Schulter-Nackengürtel mit Rückenschultrainerin Helga Kleinschmidt (Rhöda) erwies sich dank humorvoller Anleitung als wirkungsvoll und unterhaltsam. Weiter ging es mit Handpflege und einer Kurzandacht von Pfarrerin Breul mit Besinnlichem für Kopf und Herz zum Thema Genießen.

Gemeinsame Lieder und Vorträge der Gitarrengruppe um Heike Wischnath rundeten den Frauenabend musikalisch ab. (pbb)

Quelle: HNA

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