Alte Zeiten fürs neue Jahr: Gilserberger Heimatkalender ist fertig

Druckfrisch: Die Mitglieder des heimatgeschichtlichen Arbeitskreises präsentierten am Donnerstag ihren 17. Kalender. Foto: Rose

Gilserberg. Das neue Jahr kann kommen: Zumindest im Hochland ist man für 2013 schon bestens gerüstet. Die Hobbyforscher des heimatgeschichtlichen Arbeitskreises stellten am Donnerstag ihren druckfrischen 17. Gilserberger Heimatkalender vor.

Erschienen ist das Werk in einer Auflage von 400 Stück. Seit 1996 gibt der Arbeitskreis jährlich einen Kalender heraus, der eine Auswahl historischer Aufnahmen aus allen elf Ortsteilen des Hochlandes zeigt. Auch die aktuelle Auflage gibt einmal mehr einen Einblick in das Alltagsleben früherer Zeiten.

Druckfrisch: Die Mitglieder des heimatgeschichtlichen Arbeitskreises präsentierten am Donnerstag ihren 17. Kalender. Foto: Rose

Hinter den Hobbyforscher liegt diesmal ein besonderes Jahr: Denn es galt nicht nur, historische Fotos zu sichten, mit Zeitzeugen zu sprechen und zwölf Aufnahmen auszuwählen. „Durch das Ortsjubiläum waren wir mit weiteren Publikationen beschäftigt“, sagt der Leiter des Arbeitskreises Dr. Jochen Führer. Wer durch das neue Jahr blättert, der fühlt sich in eine andere Zeit zurück versetzt. Mitglied Edeltraud Trümner hat das Foto für den Monat April ausgewählt - „Kulturfrauen in Sachsenhausen“. Es zeigt Frauen bei ihrer Arbeit 1959 im Staatswald, wo sie bei der Aufforstung und der Aussaat neuer Kulturen halfen. „Für Frauen eine Schwerstarbeit“, erklärt Trümner. Vertreten sind im Kalender auch Themen wie Schule und Freizeit, etwa eine Mannschaft des TSV Gilserberg aus dem Jahr 1950 oder die Erste Klasse der Volksschule Itzenhain 1963.

Adolf Otto beleuchtet mit seiner Wahl im Monat Oktober ein dunkles Kapitel der Geschichte. Fotos aus dem Jahr 1942 belegen, dass die Bronze-Glocke aus Sebbeterode zur Metallgewinnung für Kriegszwecke abgeliefert werden musste. „Einige Jungen haben die Glocke bis zum Dorfrand begleitet und damit in den Krieg begleitet, aus dem sie aber wie 27 Sebbeteröder Männer nicht wieder heimkehrte“, erklärte Otto.

Der Kalender beleuchtet aber nicht nur die Historie. Auch die Gegenwart findet sich im neu gestalteten Kalendarium, das neben Feiertagen auf die wichtigsten Feste im Hochland hinweist. Erhältlich ist er ab sofort. (zsr)

Quelle: HNA

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