Beliebte Abkürzung: Altenhasunger kämpft für Grasweg

+
Stein des Anstoßes: Norbert Gernand am Fuß des Graswegs nahe der Schubertstraße.

Altenhasungen. Seit nunmehr drei Jahren kämpft der Altenhasunger Norbert Gernand (78) für eine bessere Begehbarkeit eines örtlichen Graswegs in der Nähe der Schubertstraße.

Bisher waren alle Bemühungen vergebens, der Pensionär plant jedoch einen neuen Anlauf.

Bereits im Spätsommer 2013 wandte sich Norbert Gernand voller Hoffnung mit seinem Anliegen an den zuständigen Altenhasunger Ortsvorsteher, Jens Vial, in Eigenleistung eine Abstufung einer steilen und schwer begehbaren Stelle im Weg durch Einlassen mehrerer ausrangierter Gehsteine zu schaffen.

Der öffentlich zugängliche Grasweg werde seit vielen Jahren von Anliegern als Abkürzung zwischen Schubertstraße und Mozartstraße genutzt, so Gernand, hier habe es auch bereits Verletzte durch die schlechte Begehbarkeit gegeben. Der normale Weg entlang der Straße sei ebenfalls recht steil und bedeute einen Umweg von etwa 250 Metern.

Personell nicht zu leisten

Doch bei den Behörden stieß er auf Unverständnis, wie er sagt, und taube Ohren. In einem ersten Schreiben der Stadtverwaltung vom November 2013 heißt es, man könne den Ausbau des Weges nicht befürworten, dieser sei nur mit erheblichem Aufwand verkehrssicher herzustellen. Weiter müsse die Stadt bei einer offiziellen Freigabe des Weges auch für den Winterdienst aufkommen, was personell nicht zu leisten sei.

Norbert Gernand fühlt sich hier missverstanden, war sein ursprüngliches Anliegen doch lediglich das Einlassen mehrerer Treppenstufen, gerne in Eigenleistung bei Anlieferung ausrangierten Altmaterials.

Nach der ersten Absage seitens der Stadt blieb Norbert Gernand hartnäckig und schrieb diversen Wolfhager Mandatsträgern, jedoch ohne nennenswerten Erfolg. Teilweise seien seine Anliegen sogar unbeantwortet geblieben.

Reinhard Schaake

Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos) verweist auf die im bereits erwähnten Schreiben vom November 2013 erläuterte Sachlage. „Änderungen dieser Entscheidung sind nicht geplant“, so Schaake. Seinerzeit sei die Sache sehr intensiv durch die zuständige Fachabteilung Umwelt und Tiefbau in Verbindung mit dem Ordnungsamt und dem Ortsbeirat geprüft worden. Zudem verweist Schaake auf die Einschätzung des Behindertenbeauftragten der Stadt, Wolfgang Hensel, der seinerzeit einen seniorengerechten, gehfreundlichen Ausbau des Weges als unmöglich bezeichnete.

Konfrontiert mit den Aussagen des Bürgermeisters reagierte Gernand resigniert: „Der nicht vorhandene Wille ist bekannt. Alte sind ein Teil der Gesellschaft, doch sie sind ohne Lobby und so zum Siechtum verdammt.“ Sein Anliegen sei von vornherein zum Scheitern verdammt gewesen.

Von Magnus Knoll

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare