Ab Herbst nächsten Jahres soll ein Altenheim auf dem Gelände stehen

Abriss des Bad Zwestener Hotels hat begonnen

Bad Zwesten. Das Ortsbild in Bad Zwesten in Richtung der Kliniken wird sich grundlegend ändern: Das Hotel Altenburg weicht für das lang ersehnte Altenheim.

Der Abriss hat diese Woche begonnen. Auf dem Gelände am Fuße des Kurparkes sollen 52 Senioren in der betreuten Pflege untergebracht werden. Die Ersten könnten im Herbst nächsten Jahres einziehen.

Der Baubeginn habe sich etwas verzögert, sagte Investor Udo Schwetlich. Das Areal für das Seniorenwohnheim ist 6000 Quadratmeter groß; auf dem hinteren Teil, wo die Parkplätze für das Hotel untergebracht waren, soll nun das Wohnheim gebaut werden.

„Viele der Heimbewohner wollen weiter Aufgaben wahrnehmen, tun, was sie zu Hause noch gemacht haben“

Die 52 Plätze werden auf vier Etagen mit 13 Einzelzimmern verteilt. Ein größerer Flur verbindet die Zimmer, es wird auf jeder Etage eine Küche geben. Der Bauträger aus Offenburg plant weiter 16 barrierefreie Wohnungen auf dem Gelände. Sie sollen an der Kasseler Straße entstehen.

Die Gemeinde hat das Altenheim lange geplant. Mehrere Konzepte wurden geprüft, es stand einst ein Neubau im Kurpark auf dem Plan. Die Gemeinde benötige die Einrichtung dringend, sagte auch Bad Zwestens Bürgermeister Michael Köhler. Die meisten Senioren nutzten die Anlagen in Borken, Fritzlar oder Jesberg.

Ein Standort vor Ort sei aber dringend nötig, damit sich die Angehörigen ortsnah kümmern können. Eigentümer bleibt der Bauträger, den Betrieb der Anlage wird die Arbeiterwohlfahrt übernehmen. Sie habe sich als Partner bewährt. Michael Schmidt, Geschäftsführer der AWO berichtet, dass sich 45 Mitarbeiter um die Senioren kümmern werden, darunter seien viele Alltagsbegleiter. Ziel sei die Integration der Senioren. Das Essen werde nicht bestellt, sondern gemeinsam gekocht. Das habe sich bewährt.

„Viele alte Menschen wollen noch für sich selbst Aufgaben wahrnehmen, aktiv bleiben und tun, was sie auch zu Hause noch gemacht haben“, sagte Schmidt. Das ersetze ein bisschen die Großfamilie. Durch die gute Lage in Bad Zwestens Mitte könnten sie im bekannten Umfeld spazieren gehen und einkaufen. Es wird zusätzlich einen Raum geben für Familienfeiern. „Wir können in den nächsten drei Jahrzehnten den Pflegebedarf in Bad Zwesten abdecken“, ist sich Schmidt sicher.

Von Christine Thieryon

Quelle: HNA

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