Aus dem Altenheim ins weltweite Netz

Wolfhager Land. Immer mehr Senioren nutzen die Möglichkeiten des Internets, schreiben E-Mails, surfen oder nutzen Skype, die Video-Telefonie, wenn die Kinder weit entfernt zu Hause sind.

Alten- und Pflegeheime werden sich darauf einstellen müssen. Die heute 70-Jährigen werden auf die Segnungen der weltweiten Vernetzung nicht verzichten, wenn sie ins Altenheim übersiedeln.

Im Altkreis hält sich die Nachfrage derzeit noch in Grenzen, aber die großen Häuser sind vorbereitet. „Bei uns ist das Angebot da, die Internetleitungen liegen von Anfang an auf jedem Zimmer“, sagt Dirk Fischer, Leiter des 2008 gebauten Hauses am See in Naumburg. Vereinzelt werde das Angebot bereits angenommen, für das Gros der Bewohner sei das Netz aber fremd.

„Es wird kommen, das ist nur eine Frage der Zeit“, sagt Kornelia Strohm, Einrichtungsleiterin des ASB-Heims in Bad Emstal. In ihrem Haus sei Entsprechendes „in Planung“. Sie geht davon aus, dass man „in drei bis fünf Jahren“ W-Lan, das drahtlose Netzwerk, im Haus für die Bewohner im Angebot haben wird.

Im Evangelischen Altenheim Zierenberg ist man da schon weiter. Einrichtungsleiter Daniel Schäfer schätzt die Zahl der Bewohner, die mit Laptop oder Tablet aktiv sind, E-Mails schreiben oder auch Online-Banking betreiben, auf derzeit vier bis fünf. „Es wird immer stärker nachgefragt“, sagt er, die technischen Veränderungen machen nicht Halt vor den Altenheimen. So hätten inzwischen „mindestens 50 Prozent der Bewohner ein Handy.“

Bei Phönix in Wolfhagen gibt es laut Leiter Axel Dietrich von Beginn an, also seit 2008, die Möglichkeit, einen Internetanschluss zu bekommen. Aktuell nutze aber kein Bewohner das Angebot. Und in der Karlsstraße hat man ein „durchgängiges Sendersystem in den Wohnbereichen“, sagt Einrichtungsleiter Peter Grunwald. Festanschlüsse im Zimmer habe man noch nicht - aber das sei ein Projekt für die nächsten Jahre.

Quelle: HNA

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