St. Elisabeth legt deutlich zu

Spatenstich für Anbau an Seniorenheim in Fritzlar

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Vorfreude: Barbara Gawliczek (links) und Sigrid Kaiser vor St. Elisabeth.

Fritzlar. Es war bei viel Konkurrenz ein Wagnis, als vor sechseinhalb Jahren das Altenpflegeheim St. Elisabeth in Fritzlar eröffnet wurde. Doch es sei geglückt, sagte Barbara Gawliczek am Donnerstag in Fritzlar.

Die Geschäftsführerin der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, Trägerin des Heims, war zum symbolischen Spatenstich gekommen. Denn St. Elisabeth wird deutlich erweitert. Die Länge des bestehenden Gebäudes wird durch die Bauarbeiten mehr als verdoppelt.

56 Einzelzimmer für alte Menschen werden neu gebaut, momentan gibt es 61 Einzel- und 13 Doppelzimmer. Der Trend gehe aber eindeutig zu Einzelzimmern, sagte Heimleiterin Sigrid Kaiser.

Erstmals wird in St. Elisabeth das Konzept der Hausgemeinschaften erprobt. Sie funktionieren ähnlich wie eine Wohngemeinschaft. Die Bewohner haben Einzelzimmer und gemeinsame Aufenthaltsräume, auch gekocht werden kann gemeinsam. Das genaue Konzept werde aber noch ausgearbeitet, sagte Kaiser.

Besonders freuen sich die Verantwortlichen über den geplanten Veranstaltungssaal, der 240 Quadratmeter groß sein wird. Der Raum sei auch teilbar und so für viele Gelegenheiten nutzbar. Und davon gebe es viele, sagte Gawliczek: „Im Stift ist immer etwas los.“

Die Bauarbeiten sind mit 18 Monaten veranschlagt, werden also bis in den Herbst 2015 dauern, wenn alles nach Plan läuft. Die Hoffnung auf eine unfallfreie Bauzeit drückten Dechant Jörg Stefan Schütz und Dekan Dr. Helmut Umbach in einem gemeinsamen Segen aus.

50 neue Arbeitsplätze

Hoffnung bringt das Heim auch für Menschen auf der Suche nach Arbeit, denn 50 könnten eine Anstellung in St. Elisabeth finden. 80 Mitarbeiterinnen hat das Heim zurzeit.

Bürgermeister Hartmut Spogat erinnerte daran, dass es beim Start von St. Elisabeth auch kritische Stimmen gab wegen der vielen Pflegeplätze im Kreis. Doch das Heim sei zu 100 Prozent ausgelastet. Das Wagnis hat sich gelohnt.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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