Altes Backhaus soll reaktiviert werden

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Das Backhaus soll wieder ein Schmuckstück werden.

Altenbrunslar. Jahrelang war das alte Backhaus im Quillerweg in Altenbrunslar in Vergessenheit geraten. Doch als sich die Befürchtung verbreitete, es solle abgerissen werden, wurden die Altenbrunslarer auf ihr Häuschen aufmerksam. Mit 120 Unterschriften signalisierten sie der Stadt: Es muss bleiben, es soll wieder hergerichtet werden.

„Keiner will das Backhaus abreißen“, sagt Felsbergs Erster Stadtrat Jürgen Rath. Eine komplette Sanierung könne die Stadt aber nicht bezahlen, wohl aber eine Grundsanierung. Ein Sickerschacht für das vom Hang drückende Wasser ist bereits gesetzt. Auf jeden Fall muss das marode Dach erneuert werden.

Und auch die Mauer aus aufgeschichteten Sandsteinen solle ersetzt werden. Diese war nicht mehr zu retten gewesen, als im Quillerweg der Kanal gelegt wurde. Nun soll eine Stützmauer aus Beton den Hang halten, meint Rath. Eine Sandsteinverblendung würde optisch die Verbindung zum Mauerrest herstellen.

Noch nichts entschieden

Noch allerdings hat der Magistrat darüber nicht entschieden. Für die Altenbrunslarer ein Grund mehr, zu verdeutlichen: Wir wollen etwas aus unserem Backhaus, einem Stück Dorfgeschichte, machen.

Bei der Unterschriftensammlung durch Ursula Gewehr und Petra Schaumburg-Reis haben sogar sieben Altenbrunslarer spontan ihre Hilfe bei den Renovierungsarbeiten angeboten, darunter auch ein Dachdeckermeister. Zwei Altenbrunslarerinnen wollen Geschichten über das Backhaus aufschreiben. Daraus soll eine Chronik mit Bildern entstehen.

Eine Altenbrunslarerin spendete spontan ihren alten Holzbackofen, der noch bis vor wenigen Jahren in ihrem Haus eingebaut und benutzt worden war.

Für den Backofen muss zusammen mit der Dachsanierung ein Schornstein gebaut werden, denn den alten gibt es nicht mehr. 1939 war dort zum letzten Mal gebacken worden. Später diente es der Feuerwehr als Geräteschuppen. Auch das Holztor muss ersetzt werden.

Einen Zeitplan für die Eigenleistungen gibt es auch schon. • In diesem Jahr: Erneuerung des Daches inklusive Schornsteinbau. • Sommer 2012: Fußboden aus Betonpflastereinen legen und den Ofen einbauen, • Sommer 2013: Trockenlegung der rückwärtigen Mauer, falls erforderlich.

Alles in allem rechnen die Altenbrunslarer fürs Material mit knapp 2500 Euro, wollen aber versuchen, so viel wie möglich an Spenden zu erhalten.

Quelle: HNA

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