Altglas blieb liegen - Probleme nach vertragswechsel

Flaschen über Flaschen: Unsere Aufnahme an den Altglascontainer Ernst-Ihle-Straße in Ziegenhain entstand gestern. Foto: Quehl

Schwalmstadt/Neukirchen. Flaschenberge rund um die Sammelcontainer in Schwalmstadt, Neukirchen und einigen anderen Orten im Landkreis haben die Gestalt von Glasdeponien angenommen.

Offenbar wurden die Behälter vor den Feiertagen zuletzt geleert. Zahllose Benutzer, die die Container gestopft voll vorfanden, lagerten ihren Glasabfall an den Sammelstellen ab.

Grund dafür ist nach Auskunft von Markus Diehl (Zweckverband Abfallwirtschaft Schwalm-Eder) ein Problem im Verantwortungsbereich des Dualen Systems Deutschland (DSD, „Der Grüne Punkt“). Für DSD beauftragt das Unternehmen Reiling (Kreis Gütersloh) seit drei Jahren die Altglasentsorgung im Schwalm-Eder-Kreis und auch im Raum Kassel. Kooperationspartner von Reiling ist das Lohfeldener Unternehmen Fehr, und dort, so Reiling-Geschäftsführer Andreas Uhlen hat es zum 1. Januar eine Neuerung gegeben. Fehr sorgt seit der Jahreswende im Südkreis selbst für den Abtransport des Altglases, zuvor hatte die Fuldaer Niederlassung der Firma Veolia den Auftrag.

In den ersten Tagen sei es offenbar zu Abstimmungsproblemen gekommen, erläuterte Markus Diehl. Die Folge: Überquellende Altglascontainer, stellenweise auch in der Mitte und im Nordkreis.

Obwohl der Zweckverband streng genommen nicht zuständig ist, habe man die Beschwerden natürlich entgegen genommen und weitergegeben, DSD informiert. „Die Leute haben sich ja zu Recht beklagt.“ Vor Ende der Woche sollen alle Spuren beseitigt sein, lautet seine Information.

Das scheint zu klappen. Bürgermeister Klemens Olbrich berichtete gestern auf Anfrage der HNA, dass die Container in der Kurstadt just seit Dienstag geleert würden. Laut seinen Erkundigungen sollen anschließend die herumstehenden Flaschen eingesammelt und in einem dritten Durchgang zurückgebliebene Pappen, Kisten und Tüten beseitigt werden. Dann müsse der städtische Bauhof aktiv werden und reinemachen.

Reiling-Geschäftsführer Uhlen versicherte unserer Zeitung gestern, dass das Altglas so rasch wie möglich abtransportiert wird. Er nannte vor allem das hohe Altglasaufkommen um Weihnachten und Silvester als Grund für die Probleme, „wir bekamen Riesenmengen in den vergangenen Tagen“. Die schneereiche Witterung sei ebenfalls problematisch gewesen. Jetzt solle die Beseitigung so rasch wie möglich erledigt werden, betonte Uhlen. (aqu)

Quelle: HNA

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