Feiern und Entspannen: Jugendtreffpunkt in Altmorschen wieder aufgebaut

Nach zwei Bränden: Wieder Leben in der Hütte

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Eine von vielen Möglichkeiten, die Jugendhütte zu nutzen: Peter Burkhardt (Jugendpfleger), Lukas Holzhauer, Tanja Zuccarello und Sebastian Dittmann beim Grillen.

Altmorschen. Zweimal hatte sie schon gebrannt, nun ist sie wieder aufgebaut und bietet den jungen Morschenern einen Platz: die Jugendhütte in Altmorschen. Zwar sei die Innenausstattung noch nicht perfekt, befanden einige Jugendliche bei der Eröffnungsfeier, doch das soll sich schnell ändern.

„Wir werden sie wieder so schön herrichten wie sie vorher war“, kündigt der 19-jährige Sebastian Dittmann an. Er und seine Freunde kennen die Vorgänger der Hütte noch gut. „Wir haben dort viel Zeit verbracht“, erinnert Lukas Holzhauer (19). Immer, wenn sie nicht wussten wohin, hatten sie hier einen Platz, erklärt Tanja Zuccarello (20), die Bedeutung der Hütte für die jungen Leute.

Der Ort sei ideal, weil er außerhalb des Ortes liegt. „Man kann hier feiern, ohne jemanden zu stören“, sagt Tanja Zuccarello. Geburtstage, Silvester, Grillabende: Für alles bot die Jugendhütte einen Raum und soll es wieder tun.

Doch nicht nur zum Feiern scheint sie ideal. Auch wer die Sonne genießen oder ein Lagerfeuer machen will, findet dort ein geeignetes Plätzchen. Nachdem die Hütte abgebrannt war, haben all diese Möglichkeiten gefehlt, erinnert sich Lukas Holzhauer. Es gab keinen Platz mehr, an dem die Jugend ungestört ihre Freizeit verbringen konnte. „Hoffen wir, dass sie nicht schon wieder abbrennt“, sagen die jungen Morschener.

Versicherung zahlte

Den Wiederaufbau habe die Versicherung bezahlt, erklärt Gemeindejugendpfleger Peter Burkhardt. 60 000 Euro habe er gekostet. Der Innenraum soll von den Nutzern mit ausrangierten Möbeln eingerichtet werden. Sofas stehen bereits drin.

Ausreichend Platz: Viele Gäste waren zur Eröffnungsfeier der neu aufgebauten Jugendhütte gekommen.

Die Jugendhütte sei für die tägliche Nutzung gedacht, erklärt Burkhardt. Jugendliche können sich einen Schlüssel abholen und die Hütte eigenständig nutzen. „Wir wollen sie damit auch ein Stück weit zur Selbstständigkeit führen.“ Allerdings müssten große Veranstaltungen mit ihm abgesprochen werden.

Geheizt wird die Jugendhütte mit der Abwärme aus dem nahen Blockheizkraftwerk. Fließendes Wasser fehlt allerdings noch. Peter Burkhardt hofft, dass sich das bald ändert. Direkt neben dem Gebäude soll ein Brunnen gebohrt werden. Vielleicht könnte dann auch eine Leitung zur Jugendhütte gelegt werden. Das sei zwar kein Trinkwasser, aber zum Putzen reiche es.

Von Eugen Maier

Quelle: HNA

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