Altpapier-Erlös sorgt für stabile Müllgebühr

Schwalm-Eder. Eifriges Sammeln von Altpapier zahlt sich für die Haushalte im Schwalm-Eder-Kreis aus. Der Rohstoff ist derzeit so begehrt, dass die Abfallwirtschaft Lahn-Fulda (ALF) in diesem Jahr etwa zwei Millionen Euro mehr an Erlösen einnehmen wird als im Vorjahr.

Dadurch könnten die Abfallgebühren in diesem Jahr stabil gehalten und für 2013 eventuell sogar gesenkt werden, sagte Vizelandrat Winfried Becker gegenüber der HNA.

ALF - der Abfallzweckverband für die Landkreise Schwalm-Eder und Marburg-Biedenkopf hatte an einer gemeinsamen Ausschreibung mit weiteren fünf Landkreisen teilgenommen. In diesem Paket ging es um 78 000 Tonnen Altpapier. Ein lukrativer Brocken für den Altpapierhandel.

Da die neuen Verträge im Landkreis Marburg-Biedenkopf schon zu Beginn des neuen Jahres ausliefen, geht das Gros der zusätzlichen Einnahmen auch dorthin.

Für den Schwalm-Eder-Kreis, dessen Altvertrag erst Ende Juli ausläuft, bleibt aber immerhin noch ein Einnahme-Plus von 700 000 Euro. Im Jahr 2013 werde der Betrag entsprechen höher ausfallen, erklärte Becker. „Es zahlt sich also aus, Altpapier zu sammeln“, fügt er hinzu. Es habe Zeiten gegeben, in denen die Altpapierentsorgung eher eine Last gewesen sei.

Seit 2007 sind die Müllgebühren im Schwalm-Eder-Kreis stabil. Neben einer monatlichen Grundgebühr von 4,70 Euro kostet die Entsorgung für eine 80-Liter-Tonne 9,20 Euro. Über die Gebühren für den Restmüll wird im Landkreis die gesamte Abfallwirtschaft finanziert. Für die Entsorgung von Altpapier, Sperrmüll, der Braunen und Weißen Ware sowie der Grünabfälle werden keine eigenen Gebühren erhoben.

Die Abfallwirtschaft Schwalm-Eder macht pro Jahr insgesamt einen Umsatz von 16 Millionen Euro. Die neuen Altpapier-Verträge laufen bis 2015.

Quelle: HNA

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