Schulbeginn

Am Montag geht die Schule wieder los – Corona ist immer noch dabei

Durch den sportlichen Ausgleich erinnerte das Lerncamp eher an eine Freizeit als an Unterricht.
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Durch den sportlichen Ausgleich erinnerte das Lerncamp eher an eine Freizeit als an Unterricht.

Sechs Wochen Ferien sind um, am Montag geht die Schule wieder los. Was für eine Rolle spielt Corona nach der Sommerpause?

Wolfhager Land – Statt zwei Mal testen sich die Schüler der Herwig-Blankertz-Schule ab diesem Schuljahr drei Mal in der Woche auf Corona, teilt Schulleiter Dr. Dietmar Johlen mit. In den Testheften, die jeder Schüler bekommt, werden die Ergebnisse dokumentiert, sodass diese auch außerhalb der Schule genutzt werden können.

Außerdem müssen die Schüler im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen – auch an ihrem Platz.

Als besonders wichtig erscheint für Johlen das Impfen. In der kommenden Woche soll die Impfquote unter den Schülern sowie ihre Impfbereitschaft erhoben werden. Ist die Bereitschaft hoch, überlegt der Schulleiter, eine Impfaktion in der Schule zu starten.

Start im Präsenzunterricht

Generell solle der Unterricht in Präsenz stattfinden. „Wir haben aber alle Vorkehrungen getroffen, dass wir jederzeit in den Wechsel- bzw. Distanzunterricht gehen können“, sagt Johlen.

Ähnlich sieht es an der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg aus. Auch hier soll laut Schulleiter Lars Grenzemann alles in Präsenz stattfinden. Sogar die Einschulungsfeier ist aufgrund der niedrigen Inzidenz möglich.

Auch bezüglich Tests und Maskenpflicht wird so verfahren, wie an der Herwig-Blankertz-Schule. Im „Hygieneplan 8.0“ sind alle Maßnahmen der ESS zum Schutz vor dem Virus aufgeführt.

Eine Woche weniger Ferien

Frühstart an der Wolfhager Walter-Lübcke-Schule: Hier ging der Unterricht für einige Schüler schon eine Woche eher wieder los. Rund 160 Schüler nahmen verkürzte Ferien in Kauf, um im Lerncamp coronabedingte Lernrückstände aufzuarbeiten, teilt Förderstufenleiterin Anette Wackerbarth-Peter mit.

„Löwenstark – der Bildungskick“ lautet das Motto, unter dem das Land Hessen die Schüler mit vielfältigen Maßnahmen und Angeboten unterstützt. Das Angebot fand in diesem Jahr schon zum zweiten Mal statt.

Schüler der Jahrgänge fünf bis neun – teilweise auch Grundschüler, die ab kommender Woche die fünfte Klasse besuchen, waren dabei. Die Lerngruppen wurden nach Jahrgängen und Schulform zusammengestellt. Im Vorfeld wurden die Eltern aufgefordert, den Lehrern mitzuteilen, wo bei ihren Kindern Bedarf zur Aufarbeitung besteht. Englisch und Mathe seien am häufigsten angegeben worden.

Theorie und sportliche Aktivitäten im Lerncamp

Wackerbarth-Peter und Wolfgang Kalb, Ganztags-Beauftragter, haben daraufhin als Organisatoren des Lerncamps einen Stundenplan entwickelt: Neben Wiederholungen des Unterrichtsstoffs standen auch sportliche Aktivitäten an.

„Der Wechsel zwischen kognitiver Arbeit im Klassenraum und dem Sport-Spiele-Angebot lässt Schüler vergessen, dass sie in der Schule sind und erinnert eher an eine Freizeit“, so Wackerbarth-Peter. (Lea-Sophie Mollus)

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