Jugendliche schneiden Bäume und Sträucher unterhalb des Domes

Amberg wird aufgeräumt

Heino

Fritzlar. Seit einigen Tagen dröhnen Motorsägen auf dem Amberg. Dem dornigen Gestrüpp geht es an den Kragen: Eine Gruppe Jugendlicher arbeitet daran, den Hang wieder auf Vordermann zu bringen. Noch einige Tage werden sie zu tun haben, bis das Gelände so groß wie vier Schwimmbecken wieder einen schönen Anblick bieten wird.

Mit Schnittschutzhosen und langarmigen Sweatshirts geht es ans Werk.

Der Auftrag kommt vom Verein Pro Fritzlar, das Geld dafür von der Kirche, erklärt Gruppenleiter Heino Förster. Der Diplom-Forstwirt arbeitet schon seit einigen Jahren mit Jugendlichen, die sonst auf dem Arbeitmarkt keine Chance hätten. Da er zusätzlich noch den Beruf des Försters ausübt, kann er mit seinen Gruppen auch im Wald arbeiten.

Ziel ist es, arbeitslose Jugendliche an den Berufsalltag zu gewöhnen. „Das fängt damit an, pünktlich aufzustehen“, sagt Förster. Dazu würden den Jugendlichen Aufgaben als Ein-Euro-Jobber gegeben. Organisiert wird die Aktion vom Jugendkompetenz-Netzwerk Marburg (JUKO).

Dabei können die Jugendlichen sogar den Motorsägenschein machen. „Ich hoffe, die Leute werden hinterher stolz sagen, dass sie hier dabei waren,“ ergänzt er. Die Arbeit an dem steilen Hang ist besonders anstrengend, ständig muss auf- und abgestiegen werden. Alle helfen mit, das abgeschnittene Gestrüpp in den großen Container zu verladen.

Jeder in der Gruppe hält durch und zieht voll mit. Am Ende jedes Arbeitstages freuen sich alle gemeinsam über das Ergebnis. (pkx)

Quelle: HNA

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