Ambulanter Fachdienst des AKGG feiert Einweihung seines neuen Domizils

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Freuen sich über ihren neuen barrierefreien Standort: von rechts Anja Fleischmann, Abteilungsleiterin des Ambulanten Fachdienstes, Michael Festor, zuständig für Schulassistenz und betreutes Wohnen, die pädagogische Mitarbeiterin Bärbel Schmidt-Winski und Jürgen Kehr, Teamleiter beim Ambulanten Fachdienst.

Melsungen. Es hat lange gedauert. Schon vor vier Jahren begannen die Bauarbeiten fürs neue Domizil des Ambulanten Fachdiensts Am Kesselberg 8 in Melsungen und erst heute ziehen die Mitarbeiter ein.

Grund für die Verzögerung war die inzwischen abgewendete Insolvenz des Arbeitskreis Gemeindenahe Gesundheitsversorgung (AKGG). Damit geriet das Projekt vor zwei Jahren ins Stocken.

Der AKGG nutze den Standort dennoch schon seit zwei Jahren, berichtet Anja Fleischmann, Abteilungsleiterin des Ambulanten Fachdienstes für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige. Vorher war der Ambulante Fachdienst in der Hospitalstraße angesiedelt. Weil er aber damals ein neues Domizil suchte, aber keine barrierefreien Mietobjekte fand, entschied sich der AKGG für einen Neubau. "Wir sind sehr froh, dass wir einen solch zentralen Platz in Melsungen gefunden haben", sagt Fleischmann.

Jetzt sind alle Arbeiten ab- geschlossen, jetzt wird gefeiert. Das Fest, das morgen steigt, soll auch ein Dankeschön an all die sein, die den Umzug ermöglicht haben: allen voran B.Braun und die Melsunger Familien-Stiftung.

Entstanden sind ein Spielzimmer für Kinder mit Behinderungen, gemütliche Räume für Erwachsene, ein Pflegebad und eine Büroetage. Dazu gibt es eine so genannte Probewohnung mit Bad und Küche.

Das Appartement werde gut genutzt, berichtete Fleischmann. Zum einen, wenn Familien Unterstützung brauchten und ihren behindertes Angehörigen gut untergebracht wissen wollten. Zum anderen für Menschen mit Behinderungen, die sich darin versuchen wollen, alleine zu leben.

Rund 180 Menschen mit Behinderungen aus dem nördlichen Schwalm-Eder-Kreis nutzen die Angebote des Ambulanten Fachdienstes. Er bietet Freizeitangebote wie Besuche im Schwimmbad, Fitness-Studio, Restaurant organisiert Kochkurse, Waldaktionen, Fußballspiele. Der AFD hat einen eigenen Fahrdienst, der 95 Prozent der Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren abholt und wieder nach Hause bringt. „Wir unternehmen alles, was andere auch unternehmen“, erklärt die Fachdienst-Chefin Anja Fleischmann.

Menschen mit Behinderungen kommen und nutzen die Einrichtung für Treffs, auf der anderen Seite gehen die Mitarbeiter des Fachdienstes auch in Familien und leisten Unterstützung wo sie gewünscht und gebraucht wird. 60 Mitarbeiter sind laut Anja Fleischmann beim Ambulanten Fachdienst beschäftigt, überwiegend handelt es sich um Teilzeitkräfte.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld des Ambulanten Fachdienstes ist Schulassistenz. Dabei handelt es sich um keine Lehr- oder pädagogische Tätigkeit. Vielmehr helfen die Mitarbeiter einem Kind mit Behinderungen im Schulalltag bei jenen Tätigkeiten, die es alleine nicht kann, erklärte Anja Fleischmann.

Quelle: HNA

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