Straßenbauverwaltung: Guxhagener Unfälle haben nichts mit Verkehrsführung zu tun

Ellenberger Kreuz: Ampel wieder in Betrieb

Ellenberger Kreuz: Dort kam es am Freitag zu einem Unfall mit Schwerverletzten. Am Montag schaltete das Amt für Straßen- und Verkehrswesen die Ampel wieder ein, nachdem die dafür nötigen Straßen-Markierungen aufgebracht worden waren. Foto: Gehlen

Guxhagen. Zu zwei Unfällen kam es in der vergangenen Woche auf der grundsanierten Bundesstraße 83 in Guxhagen. Bei einem am Freitag auf dem Ellenberger Kreuz gab es zwei Schwerverletzte. Der zweite Unfall mit einem Blechschaden von 6500 Euro ereignete sich am Montag im Bereich der Anschlussstelle zur Autobahn 7.

„Der Verkehrsteilnehmer fühlt sich allein gelassen“, kritisiert der Guxhagener Gemeindevertreter Edgar Farin die Situation. Farin ist nach eigenen Angaben so gut wie täglich auf dem Ellenberger Kreuz unterwegs. Dabei habe er als Einheimischer mehrere gefährliche Situationen erlebt. Bei der Gemeindeverwaltung habe er eine Baustellenampel angemahnt.

Ampel im Standardbetrieb

Das Guxhagener Rathaus allerdings ist die falsche Adresse. Federführend bei den Sanierungsarbeiten auf der B 83 und damit für die Verkehrsregelung ist das Kasseler Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV). Dessen Sprecher Reinhold Rehbein kündigte am Montag noch für Anfang der Woche das Einschalten der Ampel am Ellenberger Kreuz an. Die Lichtzeichen arbeiteten zunächst nach einem Standardprogramm und nach dem Verlegen von Induktionsschleifen in der Fahrbahn wieder verkehrsabhängig.

Die Inbetriebnahme der Ampel hat mit den Unfällen nichts zu tun, erklärte ASV-Sprecher Reinhold Rehbein. Zurzeit sei man mit den Markierungsarbeiten auf der B 83 beschäftigt. Dabei habe man soeben die Haltepunkte im Ampelbereich markiert, was Voraussetzung für den Betrieb der Lichtzeichenanlage sei.

Das ASV kann mit Blick auf die Unfälle laut Rehbein nicht erkennen, dass auf der sanierten Straße in Sachen Verkehrssicherung irgend etwas schief gelaufen ist. Im Bereich der Anschlussstelle zur Autobahn sei Tempo 50 und ansonsten auf der B 83 Tempo 70 vorgesehen. Das sei für einen Bauzustand wie zurzeit auf der B 83 das übliche Maß. An der A 7-Anschlussstelle wie am Ellenberger Kreuz stünden außerdem Verkehrszeichen, die auch ohne Ampel die Vorfahrtsregelungen klar definierten. Auch die Wetterdienste hätten für die Unfallzeiten nichts Außergewöhnliches gemeldet, es habe weder Regen noch Nebel gegeben, erklärte Rehbein.

Restarbeiten bis Monatsende

Die Bauarbeiten an der B 83 sind laut Reinhold Rehbein so gut wie abgeschlossen. Bis Ende November seien nur noch wenige Restarbeiten zu erledigen. Zurzeit seien die Baufirmen auf der Strecke mit den Markierungsarbeiten beschäftigt. (lgr)

Quelle: HNA

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