Gemeinde baut in Sipperhausen für 400 000 Euro Räume für die Betreuung von Ein- bis Sechsjährigen

Anbau für Kinder steht im Rohbau

Sangen zum Richtfest das Volkslied „Wer will fleißige Handwerker sehen“: Kinder, Erzieherinnen, Handwerker und Kindergartenleiterin Jutta Salzmann (Dritte von rechts hinten) im Anbau des Sipperhausener Kindergartens. Fotos: Grugel 

Malsfeld. Die Gemeinde Malsfeld will in ihren Kindergärten ab April den Bedarf an Betreuungsplätzen für Ein- bis Dreijährige zu 100 Prozent decken. Dafür erweitert die Gemeinde zurzeit ihre beiden Kindergärten.

In der Kerngemeinde entsteht ein Raum für eine altersübergreifende Gruppe. In Sipperhausen weht seit dieser Woche der Richtkranz über einem Anbau. Dort entstehen zurzeit Räume für Ein- bis Sechsjährige, zum Turnen und für Ein- bis Dreijährige samt Schlafzimmer und Wickelraum.

Der Sipperhausener Kindergarten erhält außerdem eine Holzpellet-Heizung, die Wärme für den Alttrakt und den Neubau liefern soll. Sie kostet etwa 40 000 Euro. Für den Anbau und die Einrichtung der Räume zahlt die Gemeinde laut Bürgermeister Herbert Vaupel 400 000 Euro, erhält aber einen Zuschuss in Höhe von 255 000 von Bund und Europäischer Union.

650 Quadratmeter Freifläche

Der Anbau in massiver Bauweise erhält große Fensterflächen mit Türen ins Freie. Einen direkt angrenzenden Acker hat die Gemeinde im Tausch für einen Bolzplatz auf der anderen Kindergartenseite erworben. Die 650 Quadratmeter große Fläche soll noch mit Büschen und Bäumen bepflanzt und mit Schaukel, Wippe und anderen Spielgeräten möbliert werden. Der Anbau wird mit dem Alttrakt über eine Tür verbunden, so dass die Kinder die Freiflächen ohne Umweg über die Sipperhausener Ortseinfahrt erreichen können.

205 Kindergartenplätze will die Gemeinde den Eltern ab April anbieten: 130 in Malsfeld und 75 in Sipperhausen. 27 Erzieherinnen in Voll- und Teilzeit sollen für die Kinder laut Kindergartenleiterin Jutta Salzmann zuständig sein.

Für den Betrieb der beiden Kindergärten und die Personalkosten fehlen im Haushalt der Gemeinde pro Jahr 650 000 Euro. Die Elternbeiträge decken zurzeit 15 Prozent der Kosten. Ohne das Geld für die beiden Einrichtungen könnte die Gemeinde einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen, erklärte Herbert Vaupel zur Haushaltssituation. (lgr)

Quelle: HNA

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