André Grabczynski ist neuer künstlerische Leiter der Ausstellung des Künstlertreffs

André Grabczynski hat viele Ideen: Er ist neuer künstlerischer Leiter des Künstlertreffs in Homberg und möchte das Niveau der Ausstellung weiter ausbauen. Foto: Gewert

Homberg. André Grabczynski ist neuer künstlerischer Leiter der Ausstellung des Homberger Künstlertreffs am 8. und 9. November. Mit seiner Frau Any lebt er in einer verwinkelten Gasse in einem Fachwerkhaus in Homberg.

In diesem Jahr wird der Treff, der einmal im Jahr die Ausstellung organisiert, 20 Jahre alt. „Das ist eine lange Zeit, um zu reifen“, betont der 50-Jährige. Mit ihm als Leiter wird sich einiges verändern. „Wir wollen noch mehr künstlerisches Niveau über Homberg hinaus zeigen“, sagt er.

Über 30 Jahre Erfahrung haben ihn geprägt. Im Atelier fällt die Liebe zum Detail schnell ins Auge. Gemälde, Farben und Bilder sind überall im Raum verteilt. Kreativität zeichnet den Künstler aus. André Grabczynskis Leidenschaft begann schon früh: „Da müsste man bei der Kindheit anfangen. Irgendwie bleibt man immer am Stift“, sagt der studierte Grafikdesigner.

Bereits während seines Studiums half er bei der Organisation von Kunstausstellungen in Kassel mit. Später studierte er Innenarchitektur.

Mittlerweile hat er Stift gegen Kamera getauscht und widmet sich ganz der Kunst-Fotografie. Einige Bilder und Dokumentationen veröffentlichte Grabczynski unter anderem bei Geo oder National Geographic. Seine Dokumentation „Herbstblätter“ zeigt das Leben älterer Menschen und landete unter den Top 30 des deutschen Publizistik-Preises. Neben den Menschen, die er fotografisch begleitete, hielt er architektonische Bauwerke im Bild fest. Seit rund zehn Jahren stellt er selbst im Künstlertreff aus, seine Frau lernte er dort kennen: „Was Kunst alles vermag“, sagt sie und beschreibt ihn als puren Organisator, kreativ und komplex, immer auf der Suche nach Perfektion.

„Man hat soviel im Kopf, das will raus. Es ist der Drang etwas zu schaffen, Kunst ist Meinung“, sagt er. So arbeitet der Künstler momentan mit dem Kulturring an einem Bildband für Homberg. Außerdem plant er weitere Ausstellungen, unter anderem in Polen.

Anfangs zog es ihn aus Homberg hinaus in die Welt, doch er kehrte zu seinen Wurzeln zurück. „Es war damals eine Entscheidung des Herzens. Hier ist meine Heimat.“ Er arbeitet und lebt unter einem Dach. „Um künstlerisch zu arbeiten, muss alles stimmen“, sagt seine Frau.

Was sich nun mit ihm als künstlerischem Leiter ändern wird, sind die Öffnungszeiten. „Die Ausstellung beginnt mit einer Vernissage am Samstag und wird in die frühen Abendstunden verlegt, denn die Leute möchten lieber abends ausgehen.“ Neben den „alten Hasen“ werden neue Künstler in Aktion treten: „Man will nicht jedes Jahr dasselbe zeigen.“ So wird diesmal die Band Different Sides zur Eröffnung spielen. In ferner Zukunft ist möglicherweise ein Handwerker-Markt geplant.

Noch können sich Bildhauer bei Bedarf für die Ausstellung melden. Bisher gibt es 30 Anmeldungen. Die Vernissage ist am Samstag, 8. November, von 18 bis 22 Uhr, und am Sonntag, 9. November, 13 bis 18 Uhr.

Von Marie-Therese Gewert

Weitere Infos: www.homberger-kulturring.de

Quelle: HNA

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