Ein Schreib-Wettbewerb rund um die Thema Wurst

Anette Wicke (rechts) aus Fritzlar gewann bei der Schreibwerkstatt der Zeitschrift Vital und des Fleischwarenherstellers Wiltmann. Mit auf dem Foto  Wiltmann-Gesellschafterin Dr. Inga Ingold (Mitte) und Vital-Chefredakteurin Carolin Strecke.

Fritzlar. Für Anette Wicke aus Fritzlar und Margret Küllmar aus Haddamar ging es um die Wurst: Die beiden Frauen beteiligten sich an einem literarischen Wettbewerb und sie landeten prompt unter den Besten.

Wicke gewann sogar den Schreib-Wettbewerb der Zeitschrift Vital und des Fleischwarenherstellers Wiltmann. Zur Siegerehrung reisten die Wurst-Poetinnen unlängst nach Hamburg.

Ein Schreib-Wettbewerb zum Thema Wurst? Das ist gar nicht so weit hergeholt, wie es auf den ersten Blick scheint: Erich Kästner und Wilhelm Busch haben ihre Liebe zur Wurst immer wieder in kleinen Gedichten oder Sprüchen zum Ausdruck gebracht.

Oder Uwe Timm – er schrieb die Novelle „Die Entdeckung der Currywurst“, eine wunderbare Liebesgeschichte. Und schon in Homers „Odyssee“ spielt Wurst eine wichtige Rolle: Nach der Schlacht durften sich die tapfersten Kämpfer als Belohnung die besten gebratenen Würste vom Grill holen.

Die Leidenschaft für und Liebe zur gut gemachten Wurst, gewürzt mit etwas Phantasie und das alles abgeschmeckt mit einer guten Portion Sprachgefühl reichten Wicke und Küllmar, um zu punkten. Insgesamt gab es 400 Einsendungen. Anette Wicke reichte eine Kurzgeschichte ein. Eine, bei der es nicht nur im die Liebe zur Wurst ging, sondern auch um die Suche nach der großen Liebe. Dabei schwelgt sie in Erinnerungen und ist mit einer guten Portion Humor ganz nah dran an den Menschen, die sie beschreibt.

In ihrer Geschichte spielt eine Wurstbude bei einer Kirmes als Treffpunkt für ein Blind Date eine wichtige Rolle – und nicht zuletzt auch der Bratwurstduft. Mit dieser charmanten Idee landete sie auf dem ersten Platz. Insgesamt gab es Preise im Wert von 20 000 Euro zu gewinnen. Die Gewinner des Schreib-Wettbewerbs bekamen limitierte Porzellan-Objekte des Künstlers Otmar Alt.

„Für die bunte Kuh habe ich extra ein Fach in meiner Vitrine frei geräumt“, erzählt Wicke, für die es die erste Auszeichnung bei einem Literatur-Wettbewerb war. Büttenreden, Kurzgeschichten und Co. hat die 48-Jährige bereits einige geschrieben. Schon mehrere Preise gewonnen hat indes Margret Küllmar. Sie kam mit ihrem Gedicht „Klagelied einer Wurstliebhaberin“ unter die ersten zehn Preisträger.

Überrascht waren die beiden Gewinnerinnen übrigens, als sie sich bei der Preisverleihung in Hamburg trafen, denn vorher gekannt hatten sie sich nicht. Um so schöner sei es gewesen, sich bei einem solchen Anlass kennenzulernen. Jetzt warten Wicke und Küllmar darauf, dass ihre Geschichte und das Gedicht in der Zeitschrift Vital veröffentlicht werden, denn auch das gehört zum Preis.

Quelle: HNA

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