Angebot an alle Schulen: Mit dem Bus zu sechs Museen unterwegs

Erklärt, wie der Bergbau funktioniert hat: Bernd Wettlaufer (links) führt eine Klasse der Grundschule am Tor aus Borken durch den Besucherstollen des Hessischen Braunkohle Bergbaumuseums Borken. Foto: Archiv

Schwalm-Eder. Mit dem Projekt "Museumsbus" sollen die Schüler aus dem gesamten Landkreis die regionalen Museen besser kennen lernen.

Wer hinter dem Museumsbus einfach ein Transportmittel vermutet, liegt weit daneben. „Es ist ein Projekt, durch das alle Schüler in Schwalm-Eder die geschichtlichen und kulturellen Schätze der Region so leicht und gut wie noch erleben können“, erklärt Judith Letmade.

Gestern haben sich die Verantwortlichen des Projekts der Region Schwalm-Aue im Bergbaumuseum in Borken getroffen. Ihnen wurde der neue Flyer vorgestellt, mit dem sie ab sofort für sich werben sollen.

Die Museen 

Mit dem Museumsbus können seit Juli 2016 erreicht werden: Schwälmer Dorfmuseum Holzburg, Künstlerkolonie Willingshausen, Gedenkstätte und Museum Trutzhain, Museum der Schwalm Ziegenhain, Hessisches Braunkohle Bergbaumuseum Borken sowie die Zuckerfabrik in Wabern. Mit den Themen Heimatkunde, Kunst, Energie, Frühgeschichte und Nationalsozialismus bieten die Museen für jede Jahrgangsstufe ein Angebot.

Die Organisation 

Der Museumsbus ist zwar ein Transportmittel, wichtiger ist aber die Organisationebene. Judith Letmade koordiniert das Projekt in Absprache mit den Museen, allen Schulen im Landkreis und den fünf regionalen Busunternehmen.

Der große Teil ihrer Aufgabe ist es, den kostenlosen Transfer für die Schulen zu den Museen zu organisieren. Zur Verfügung stehen 99 000 Euro über drei Jahre, wovon 63 000 Euro aus der EU-Förderung der ländlichen Entwicklung (Leader) stammen. Das Geld ermöglicht 60 Busfahrten im Jahr, 15 Mal war der Bus schon 2016 unterwegs.

Die neue Broschüre 

Die Broschüre finden Sie hier.

„Geschichte und Kultur erfahren“ lautet der Titel des Flyers, der am Dienstag vorgestellt wurde. „Dadurch haben wir jetzt die Möglichkeit, allen Schülern und Lehrern zu zeigen, welche guten und interessantenAngebote es gibt“, sagt Karin Brandes von der Gedenkstätte und Museum Trutzhain. In dem Flyer werden die sechs Museen und Einrichtung kurz vorgestellt und ihre pädagogischen Angebote, die sie eigens für die Schulen entwickelt haben, beschrieben.

„Durch den Museumsbus erhoffen wir uns, dass uns ganz neue Gruppen erreichen. Es ist Chance und Herausforderung zugleich, dass wir die Schüler begeistern müssen“, sagt Ulli Becker-Dippel von der Künstlerkolonie Willingshausen.

Der Hessische Museumsverband unterstützt das Projekt. Nicht nur durch den Kontakt mit den Schulen könnten die Museen gewinnen. „Auch durch die Zusammenarbeit unter den Museen können langfristig tolle gemeinsame Angebote entstehen“, sagt Bernadette Gorsler.

Quelle: HNA

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