Böttner ist ab 1. November neuer Pfarrer in Niedenstein

An neuer Wirkungsstätte: Pfarrer Johannes Böttner, der am 1. November seinen Dienst in Niedenstein antritt, hofft auf offene Arme, die ihn empfangen. Foto: Lange-Michael

Niedenstein. Der neue Niedensteiner Pfarrer, Johannes Böttner, der seine erste Pfarrstelle am 1. November antritt, wurde vor 29 Jahren im Schwalm-Eder-Kreis geboren und kehrt jetzt zurück.

Aufs Land, in dörflich-kleinstädtische Strukturen, wie er sie aus Kindheit und Jugend kannte.

„Ich habe mir gewünscht, hierher zu kommen“, sagt der junge Mann. In eine schöne Landschaft, umgeben von viel Natur - ideal für die junge Familie mit der erst zweieinhalb Wochen alten Tochter Carla und Ehefrau Johanna.

Kindheit in Jesberg

Er verbrachte seine Kindheit in vergleichbarer Umgebung. 13 Jahre lang lebte Johannes Böttner als eines der vier Kinder des damaligen evangelischen Pfarrers Bernd Böttner im Jesberger Pfarrhaus, ging dort in den Kindergarten und zur Schule.

Als der Vater als Dekan nach Korbach ging, folgte ihm die Familie; dort, an der Alten Landesschule, machte Johannes 2004 sein Abitur. Es folgte der Zivildienst, bei dem er mit behinderten Menschen arbeitete.

„Damals traf ich die Entscheidung, Pfarrer zu werden und Theologie zu studieren“, sagt der 29-Jährige. Das sei nicht immer sein Plan gewesen, aber der Umgang mit Menschen, die Fürsorge liege ihm am Herzen. Und so wechselte er zum Studium aus dem ländlichen Nordhessen ins quirlige, großstädtische Leben der Hauptstadt Berlin. Dort sei es nicht so selbstverständlich wie hier, ein Christ zu sein, sagt Böttner. „Man ist als Christ gefragt, zu begründen, warum man glaubt, was man glaubt, warum man Teil einer Kirche ist“, sagt er.

Ganz neue Erfahrungen machte er, lernte neue Sichtweisen kennen, suchte das Gespräch, besuchte verschiedene Gemeinden. Wer in Berlin zu seinem christlichen Glauben stehe, der habe sich ganz bewusst dafür entschieden, betont der Pfarrer.

Diese Gesprächsbereitschaft bietet er auch in seiner neuen, seiner ersten eigenen Gemeinde in Niedenstein/Wichdorf an. Er möchte die Gemeinde in die Arbeit einbinden, in die Vorbereitung der Gottesdienste zum Beispiel. „Zunächst ist es wichtig zu hören, welche Bedürfnisse die Menschen hier haben“, sagt Böttner. Die Zusammenarbeit sei ihm wichtig, auch im ökumenischen Bereich.

Der Start in die neue Aufgabe fällt für ihn in eine bedeutungsvolle Zeit mit den kirchlichen Feiertagen im November und dann der Advents- und Weihnachtszeit. Da lerne man die Gemeinde recht schnell kennen. Nicht nur er, auch der neu gewählte Kirchenvorstand fange jetzt mit der Arbeit an, und mit der Kindertagesstätte in kirchlicher Trägerschaft gebe es viele spannende Aufgaben.

Der 29-Jährige sieht vor allem in den Gottesdiensten einen Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit. Er predige und singe gerne, sagt er. Von großer Bedeutung sei für ihn die innerliche Beteiligung der Menschen: „Sie müssen einen Grund finden, zum Gottesdienst zu kommen“, sagt er. Es sei seine Aufgabe, diesen Grund zu liefern.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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