Mann werden 20 Autoaufbrüche zur Last gelegt

Angeklagter ließ Prozess platzen

Marburg/Schwalmstadt. Wegen unentschuldigten Fernbleibens des Angeklagten zu seiner Gerichtsverhandlung wurde in der vergangenen Woche die Berufung eines 31-jährigen aus dem Altkreis Ziegenhain durch das Marburger Schöffengericht unter dem Vorsitz von Richter Dr. Carsten Paul verworfen.

Das Amtsgericht aus Schwalmstadt hatte den heroinabhängigen Mann bereits im November vergangenen Jahres wegen Diebstahl und Sachbeschädigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt.

Trotz seines Geständnisses war die Strafe des seit geraumer Zeit arbeitslosen Hartz IV- Empfängers auf Grund seiner Vorbelastungen nicht zur Bewährung ausgesetzt worden.

Keine Bewährung

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann zur Last gelegt im Zeitraum zwischen März bis Mai vergangenen Jahres in der Innenstadt von Treysa aber auch im Umfeld des Friedhofs an insgesamt 20 Autoaufbrüchen beteiligt gewesen zu sein. In den meisten Fällen hatten sich der Angeklagte und sein in Schwalmstadt mit verurteilter Komplize den Zugriff auf die Wertsachen durch Einschlagen einer Seitenscheibe verschafft. Dabei waren den Männern vor allem Geldbörsen mit Bargeld, Mobiltelefone, Euroscheckkarten und Personalausweise in die Finger gefallen. In einem Fall hatte der Angeklagte sogar auf dem Friedhof einer an einem Familiengrab arbeitenden Frau im Vorbeigehen die Handtasche, in der die Frau rund 100 Euro und die Wohnungsschlüssel aufbewahrte, entrissen. Als Begründung für die Diebstähle hatten beide Männer einen erheblichen Suchtdruck durch ihre Drogenabhängigkeit angegeben.

Noch zwei Tage vor seiner Berufungsverhandlung vor dem Landgericht in Marburg hatte der Mann seiner Verteidigerin von einer genehmigten Entgiftung in der Klinik in Hephata berichtet.

Von Alfons Wieber

Quelle: HNA

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