Neujahrsempfang: Perspektiven der Gemeinde Thema

Bad Emstal: Angst vor Abwärtsspirale

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Anerkennung vom Land: Eine Prämie für langjährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr nahmen Erhard Kleinhans, Christfried Wicke, Kurt Raabe, Werner Figge, Franz Josef Rößler, Ralf Siebert und Alexander Knop aus den Händen von Bürgermeister Ralf Pfeiffer (rechts) und dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Wilfried Wehnes, (links) in Empfang.

Bad Emstal. Bürgerschaftliches Engagement und die Perspektiven der Gemeinde waren die zentralen Themen während des Neujahrsempfangs in Bad Emstal am Freitagabend im Kur- und Festsaal.

Die Gemeinde nutzte die Gelegenheit, um Bad Emstaler Feuerwehrleuten die Anerkennungsprämie des Landes Hessen zu überreichen. Lothar Neumann, Chef der Volksbühne Bad Emstal, erhielt für sein ehrenamtliches Engagement den Ehrenbrief des Landes Hessen (Bericht folgt).

Bürgermeister Ralf Pfeiffer hatte die Gäste im Saal begrüßt und nach einem kurzen Blick auf das vergangene Jahr die Projekte skizziert, die das Jahr 2013 bestimmen werden. Dabei nannte er unter anderem die Fortsetzung der Kanalsanierung, das 800-jährige Bestehen des Klosters Merxhausen, die Einweihung des friedenspädagogischen Lehrpfades, die Eröffnung der langersehnten Tankstelle in Sand und die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Feuerwehr Riede. Außerdem warb Pfeiffer für den Beitritt der Gemeinde zum Schutzschirm-Programm des Landes.

Parlamentschef Wilfried Wehnes blickte kritisch auf den Schutzschirm, der zwar finanzielle Hilfe durch das Land verspreche, aber auch mit gravierenden Einschränkungen durch extreme Sparzwänge verbunden sei.

Attraktivität geht verloren

Wenn man gezwungen werde, gemeindliche Einrichtungen zu schließen, Kindergartenbeiträge und Grundsteuern zu erhöhen, wenn man die Reduzierung der öffentlichen Verkehrsverbindungen in Kauf nehmen müsse, werde die Gemeinde unattraktiv, eine Abwärtsspirale werde in Gang gesetzt. Wehnes: „Die demografische Entwicklung tut ihr übriges, und am Ende steht, dass eine einst blühende Gemeinde verfällt.“

Bilder des Empfangs

Neujahrsempfang der Gemeinde Bad Emstal

Sicher gelte es, alle Sparmöglichkeiten auszuloten. Aber es gehe auch darum, „ob es eine Gemeinde im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung noch in der Hand hat, trotz eines hohen Defizits das, was für die Zukunft notwendig ist, weiter zu entwickeln“. Wehnes sprach von der Sorge, „dass wir abgehängt werden“.

Der Vorsitzende des Gemeindevertretung weiter: „Die übergeordneten Ebenen müssen endlich erkennen, dass den Kommunen für die Erledigung ihrer Aufgaben ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen müssen.“

Quelle: HNA

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