Der berühmte Extremkletterer Alexander Huber war zu Gast in Borken

Die Angst als guter Freund

Immer hoch hinaus: Alexander Huber (Mitte) war zu Gast in der Borkener Sparkasse, links Nicole Reichert, rechts Christoph Ernst vom Vorstand der Bank. Foto: Eberlein

Borken. Alexander Huber, der jüngere der beiden bekannten Huber-Brüder, war am Mittwochabend zu Gast in der Borkener Sparkasse. Das breite Publikum kennt die Huber-Buam wohl vor allem durch einen Werbespot für eine Süßigkeit. Unter Bergsteigern jedoch sind die beiden Profikletterer weltbekannt. Beim Sparkassenforum referierte Huber vor 230 Kunden und Angehörigen der Sparkasse über die Analogie von Berg und Beruf.

Was Thomas und Alexander Huber in ihren Disziplinen geleistet haben, übersteigt die Vorstellung eines jeden Nichtkletterers. Vor allem das Speedclimbing – Klettern auf Zeit – und das Free-Solo-Klettern, bei dem sich der Bergsteiger ohne jegliche Hilfsmittel in die Wand begibt, grenzen für Laien vermutlich an puren Wahnsinn.

Etwas Wahnsinn gehört dazu

Huber ist jedoch alles andere als wahnsinnig. Er betreibt den Extremsport voller Ernst. Ein bisschen Wahnsinn gehöre aber in der Tat dazu, sagt er: „Der Wahnsinn muss aber mit einem gesunden Menschenverstand verbunden sein. Wenn ich den nicht hätte, dann wäre ich definitiv schon längst nicht mehr da.“ Auch die Angst um sein Leben und das ständige Bewusstsein, abstürzen zu können, gehöre dazu, sagt Huber: „Angst ist nicht mein Feind, Angst ist mein bester Freund beim Bergsteigen.“

Das Klettern ist für den 44-Jährigen vor allem Leidenschaft. Und diese sei der Baustein, um ein Ziel zu erreichen. Nur dann würde man beim ersten Rückschlag nicht aufgeben. „Und Rückschläge kommen immer.“

Diese Erkenntnis übertrug Huber in seinem Vortrag auf den Alltag und das Berufsleben; Bergsteigen sei eine Metapher für das Leben. Ob alleine oder als Team, man brauche immer die Leidenschaft und die Kompetenz, um seine Ziele und Aufgaben bewältigen zu können.

Welche Ziele Huber alleine und gemeinsam mit seinem Bruder bereits erreicht hat, stellte der Referent neben seinen Erzählungen auch in beeindruckenden Bildern und Ausschnitten aus Filmen dar.

Das Publikum war fasziniert und beteiligte sich eifrig and abschließenden Fragerunde mit dem Kletter-As.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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