Verfahren vor Großer Strafkammer wegen Fördergeldmissbrauchs

Anklage gegen Hombergs Bürgermeister Wagner: Vorwurf der Untreue

Martin Wagner

Schwalm-Eder. Der Homberger Bürgermeister Martin Wagner (43) soll nach Informationen der HNA wegen Untreue angeklagt werden. Der Vorwurf: Geld, das für den Stadtentwicklungsverein gedacht war, soll verwendet worden sein, um einen Mitarbeiter für die Öffentlichkeitsarbeit zu bezahlen.

Von der Staatsanwaltschaft in Kassel war am Montag nur zu erfahren, dass die Ermittlungen wegen des Verdachts des Fördergeldmissbrauchs abgeschlossen seien. Mehr könne er zurzeit nicht sagen, da die Entscheidung dem Beschuldigten noch nicht mitgeteilt worden sei, erklärte Oberstaatsanwalt Manfred Jung.

Lesen Sie auch:

Dienstwagen-Affäre: Neue Anzeige abgelehnt

Dienstwagenaffäre - SPD: Wagner tischt weiter Lügen auf

Homberg: Vorwürfe gegen Bürgermeister Wagner - Ausschuss soll für Aufklärung sorgen

Nach Informationen der HNA soll das Verfahren vor die Große Strafkammer gebracht werden. Weder Wagner noch sein Anwalt waren am Montag für die HNA zu erreichen. Seit Mitte 2009 wird gegen den Bürgermeister wegen des Fördergeldmissbrauchs ermittelt. Der Vorwurf: Geld, das für den Stadtentwicklungsverein gedacht war, soll verwendet worden sein, um einen Mitarbeiter für die Öffentlichkeitsarbeit zu bezahlen. Wagner hatte das stets bestritten. Er selbst, nicht der besagte Mitarbeiter, sei für die Pressearbeit der Stadt zuständig, hatte er betont. Nach Informationen der HNA soll es sich um eine umfangreiche Anklageschrift handeln, die Wagners Anwalt zugestellt worden sei. Vor der Großen Strafkammer werden unter anderem Fälle von besonderer Bedeutung verhandelt.

Es ist erst wenige Monate her, dass Wagner in der Dienstwagenaffäre juristisch belangt wurde. Er hatte von der Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl über 30 Tagessätze erhalten, den er annahm. Er gilt damit wegen Urkunden-Unterdrückung als vorbestraft. Ein Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis erfolgte jedoch nicht.

Ihm war zur Last gelegt worden, er habe die Seite eines Fahrtenbuchs herausgerissen und zur Vertuschung etwas anderes eingetragen.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare