Die Ära der gemeinschaftlichen Gefrierhäuser endet – Wäscherei bleibt zunächst

Anlage wird abgetaut

Uttershausen. Die Ära der Gefrieranlagen endet in Wabern. Die letzte Gemeinschaftseinrichtung in Uttershausen wird zum 1. Juli kommenden Jahres geschlossen. Das haben die Waberner Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Donnerstagabend einstimmig beschlossen.

Auch der Wäscherei in Uttershausen könnte das Aus drohen, falls eine der Maschinen kaputt gehen oder andere teuere Investitionen nötig würden. Das, betonte Jochen Ritter, könne aber noch Jahre dauern, denn: „Totgesagte leben lang.“

Die Anlage im Waberner Ortsteil wurde noch vor der Gemeindereform angerichtet. Damals hatten viele Menschen keine eigenen Kühltruhen und Waschmaschinen. Doch Wäscherei und Kühlanlage sind längst ein Zuschussgeschäft für die Gemeinde geworden.

4200 Euro im Minus

Die Wäscherei schloss im vergangenen Jahr mit einem Minus von 4200 Euro ab, die Gefrieranlage mit minus 2300 Euro. Ursprünglich sollten die Gefrierfächer bereits am 1. April abgetaut werden, doch der Ortsbeirat Uttershausen hatte um die Fristverlängerung geben. Im Winter würde die Anlage gerne genutzt, um Schlachtgut einzulagern.

In der Wäscherei in Uttershausen werden jährlich 3000 Kilogramm Wäsche gewaschen. Dabei handelt es sich zum weit überwiegenden Teil (93 Prozent) um Wäsche der Gemeinde, etwa von der Feuerwehr, aus Kindergärten und Mehrzweckhallen.

Die Gemeinde hat Angebote von anderen Wäschereien eingeholt, um einen Vergleich zu haben. Ergebnis: Eine fremde Wäscherei zu beauftragen wäre günstiger als die eigene in Uttershausen zu betreiben. Dennoch geht zunächst alles seinen gewohnten Gang. Besonders die Heißmangel werde von vielen Menschen genutzt. Das Gerät ist noch relativ neu.

Sollte ein Defekt auftreten, kann der Gemeindevorstand die Wäscherei vorläufig schließen. Ein endgültiges Ende müsste von der Gemeindevertretung beraten und entschieden werden.

Wenn die Wäscherei tatsächlich die Türen schließen sollte, wäre auch die Mitarbeiterin dort betroffen. Wie Bürgermeister Günter Jung erläuterte, würden dann ihre Arbeitsstunden eingeschränkt. Sie habe aber auch noch andere Aufgaben, etwa auf dem Friedhof.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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