Wieragrund: Anlieger drehen den Spieß um

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Blick von der Wieragrundstraße in Treysa Richtung Bauareal: Wann der Bau des Einkaufszenmtrums beginnen kann, ist umstritten.

Schwalmstadt. In einer anwaltlichen Stellungnahme äußern sich die Widerspruchsführer zu den Bauplänen im Wieragrund. In dem Schreiben, das der HNA zuging, heißt es, dass die betroffenen Grundstückseigentümer der Stadt ihre Bedenken im August 2012 mitgeteilt hätten.

Sie stünden „grundsätzlich einer städtebaulich relevanten Entwicklung im Wieragrund nicht entgegen“, doch müssten ihre Belange als Eigentümer der angrenzenden Grundstücke berücksichtigt werden. In dem Papier heißt es weiter: „Unverständlich ist, dass den Eigentümern bis heute eine Antwort von der Stadt“ nicht zugegangen sei.

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Und weiter: „Erst recht unverständlich ist, dass der Geschäftsführer der EKZ Wieragrund, Thomas Vockeroth, in einer Presseerklärung mit der Stadt Schwalmstadt nun sogar behauptet, es seien keinerlei Begründungen der Eigentümer bekannt.“ Auch Vockeroths Aussage, man man werde allein durch die Widersprüche der Eigentümer am Baubeginn gehindert, sei unzutreffend.

Aus Sicht der Widerspruchsführer kann nicht mit dem Bau begonnen werden, bevor die statische Berechnung vorliegt und genehmigt ist. Der Bauaufsicht liege diese nicht vor, „die Bauherren erfüllen also selbst nicht die Voraussetzungen für einen Baubeginn“.

Die Baugenehmigung seitens des Schwalm-Eder-Kreises wird in dem Schreiben als „unvollständig“ und „nicht durchführbar“ bezeichnet, zumal bis heute kein wirksamer Bebauungsplan vorliege, „die Genehmigungsbehörde könnte somit dem aufmerksamen Beobachter auch im Lichte eines Steigbügelhalters erscheinen“.

Zusätzlich belaste die Situation, dass die Investoren Schäden, die beim Abriss des alten Schwalm-Kaufhauses an den Nachbargebäuden nicht beheben würden. (aqu)

Quelle: HNA

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