"Es ist ein Teufelskreis"

Anne Quehl über den Stillstand im Wieragrund

Scharf und bisweilen hochemotional wurde in der Stadtverordnetenversammlung um einen gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen gerungen. Mit ihrer Mehrheit setzten die beiden Fraktionen durch, dass ein Konzept für die Parkraumbewirtschaftung in den Innenstädten von Treysa und Ziegenhain entwickelt wird. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Anne Quehl.

SPD und Grüne blieben hart und brachten ihren Antrag zur „Parkraumbewirtschaftung“ locker durch, schließlich haben sie noch immer eine Mehrheit im Stadtparlament. Damit hat der Magistrat den Auftrag, ein Konzept dazu entwickeln zu lassen.

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Man braucht aber nicht den Teufel an die Wand zu malen und demnächst Parktarife wie in Kassel oder Marburg befürchten. Durch die Bank ist man sich einig, dass in den Dimensionen von mehreren Jahren zu agieren ist.

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Solange sich der Wieragrund im Wesentlichen als geschotterte Gratisparkfläche darbietet, sind sowieso die meisten Überlegungen müßig. So mag auch im heruntergekommenen Parkhaus Hexengässchen kaum jemand zahlen, wen wundert‘s. Treysa ist in einer Art traumatischer Endlos-Warteschleife, noch immer können die Investoren des Einkaufszentrums keine wirklich hoffnungspendenden Nachrichten geben, während die Bahnhofstraße ausblutet. Der Teufelskreis ist perfekt.

Und allein in Ziegenhain ist ein umfassendes Konzept auch nicht drin. So gut und schön es sich auch erweisen mag, solange sich die Umsetzung verbietet, brauchen wir es leider nicht.

Quelle: HNA

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