Jugendliche aus Altenhasungen engagieren sich für Naturschutz

Harte Knochenarbeit: Die Altenhasunger Jugendlichen Tim Schwab, Tim Gründer, Jan Philipp Rauwolf, Jonas Berndt und Erik Müller (von links) engagieren sich ehrenamtlich bei der Pflege des örtlichen Naturschutzgebiets Hute vor dem Bärenberg.

Altenhasungen. Von wegen Null-Bock-Mentalität von Jugendlichen. Die Altenhasunger Tim Schwab, Tim Gründer, Jan Philipp Rauwolf, Jonas Berndt und Erik Müller sagten sofort Ja, als sie von Peter Priller, Vorsitzender des Naturschutzbund-Ortsvereins Altenhasungen, gefragt wurden, ob sie sich bei den Pflegearbeiten im örtlichen Naturschutzgebiet Hute vor dem Bärenberg mitmachen.

Zu Anfang lockte die Jugendlichen noch der versprochene Stundenlohn von fünf Euro. Für die notwendigen und körperlich anstrengenden Naturschutzmaßnahmen hatte Peter Priller von Hessen-Forst 500 Euro zur Verfügung gestellt bekommen. Die waren jedoch bereits nach zwei Tagen aufgebraucht. Die Jugendlichen erklärten sich bereit, sich weitere fünf Tage ehrenamtlich zu engagieren. Auf einer Fläche von etwa vier Hektar sammelten sie den beim Abmulchen angefallen Rasenschnitt mit Handrechen ein und transportieren ihn ab.

Diese Maßnahme, so Peter Priller, ist unbedingt notwendig, soll das einzigartige Hute-Naturschutzrefugium erhalten bleiben. Denn bleibt der nährstoffreiche Mulch liegen, erstickt er die darunter liegende Pflanzenwelt. Zudem würde er den nährstoffarmen Trockenmagerrasen mit Nährstoffen versorgen und damit die Fläche verunkrauten lassen.

Seit 20 Jahren betreut der Nabu-Ortsverein das Naturschutzgebiet Hute vor dem Bärenberg, das sich laut Priller durch die regelmäßigen Pflegemaßnahmen in Handarbeit zu einem Kleinod für seltene Pflanzen und Tiere entwickeln konnte. Dort wachsen inzwischen unter anderem elf Orchideen- und zwei Enzianarten. Neuntöter und Baumpieper brüten dort, über 50 Schmetterlingsarten sind zu beobachten.

Die Hute entstand durch eine jahrhundertelange Beweidung, die es aber nicht mehr gibt. Peter Priller: „Ohne unsere Pflege würde sich innerhalb weniger Jahre der Wald diese Fläche wieder zurückholen.“ (zih)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare